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Premiere an der GUtech
Erste Erfolge, weitreichende Ziele
In einem feierlichen Rahmen haben die ersten 30 Absolventen der vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten German University of Technology in Oman (GUtech) ihre Abschlussurkunden erhalten. Bei aller Zufriedenheit über das Erreichte wurde bereits der Blick in die Zukunft der Hochschule gerichtet. Deren neuer Campus wird demnächst von Staatsoberhaupt Sultan Qabus bin Said Al-Said offiziell eröffnet.
Luftballons, die – beschriftet mit den Erwartungen und Wünschen der Absolventen – gen Himmel steigen: ein schönes Bild für die Zukunftshoffnungen, die sich mit der GUtech in Omans Hauptstadt Maskat verbinden lassen. Während der festlichen Zeremonie im neuen, nach oben geöffneten Auditorium der Universität wurden vielfach die Bedeutung und Chancen dieses ersten Absolventenjahrgangs deutlich – ein schöner Erfolg auch für den Rektor der GUtech, Professor Burkhard Rauhut, der die Hochschule seit 2007 mit großem Engagement leitet. Unter den hochrangigen Gästen waren Dr. Abdullah bin Mohammed Al-Sarmi, Staatssekretär im omanischen Hochschulministerium, der deutsche Botschafter in Oman, Hans-Christian Freiherr von Reibnitz, Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen und Präsident des TU9-Zusammenschlusses der führenden Technischen Universitäten Deutschlands, sowie DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland. Sie betonte in ihrem Grußwort: „Die Verleihung der allerersten Abschlussurkunden ist für jede Universität ein besonderes Ereignis. Sie bedeutet den letzten Schritt auf dem Weg zu einem ausgereiften Ort der Lehre und zugleich den ersten Schritt auf dem Weg zu einer aktiven Forschungsinstitution.“

Die ersten 30 Absolventen der GUtech feierten gemeinsam mit den Ehrengästen ihren Abschluss
Die ersten 30 Absolventen der GUtech feierten gemeinsam mit den Ehrengästen ihren Abschluss
© GUtech
Verdopplung der Studierendenzahl
Es spricht für die Ambitionen des DAAD, dass während der Absolventenfeier sogleich in die Zukunft geblickt wurde. Dabei ist schon das bisher Erreichte beachtlich. Die 2007 in Maskat gegründete GUtech zählt im laufenden Wintersemester 632 Studierende – was nahezu eine Verdopplung gegenüber dem vergangenen Jahr bedeutet. Finanziert wird die Universität in erster Linie über Studiengebühren und durch ihren privaten Eigentümer, die Oman Educational Services LLC. Doch hat der DAAD die GUtech seit ihrer Gründung bereits mit über 3 Millionen Euro gefördert und dadurch unter anderem mehr als 440 Stipendien für Deutschlandaufenthalte von Studierenden ermöglicht. Entscheidend ist freilich das wissenschaftliche Know-how, das durch den DAAD und durch die exzellente deutsche Partnerhochschule, die RWTH Aachen, an die GUtech transferiert wird.

Innerhalb dieser Kooperation hob Dorothea Rüland das von der RWTH für die GUtech aufgebaute Qualitätsmanagementsystem hervor, das „Lehre, Ausbildung und Verwaltung nach höchsten deutschen Standards“ ermögliche. Darüber hinaus bietet der vor kurzem fertig gestellte neue Campus der GUtech neben einer reizvollen Architektur wichtigen Wohnraum für Dozenten aus Deutschland und insbesondere für Studierende, die nicht aus der Hauptstadt Maskat kommen. Neben anderen Landesteilen Omans hat die Hochschulleitung um Rektor Professor Burkhard Rauhut und Vizerektor Dr. Jürgen Werner hier auch internationale Studierende im Blick. „Die Golfstaaten sind für viele Nationen, etwa für Indien, eine attraktive Zielregion“, sagt Dr. Dorothea Jecht vom DAAD-Referat „Hochschulprojekte Nahost und Afrika“. Auch drei der elf DAAD-Stipendiaten unter den Absolventen stammen aus Indien.

Dorothea Rüland:
Dorothea Rüland: "Sie sind unsere wichtigste Zielgruppe"
© GUtech
Wandel in der arabischen Welt
Angesichts des aktuellen Wandels in der arabischen Welt hat der DAAD nicht zuletzt mit seinem langjährigen Engagement für die GUtech Weitblick bewiesen; schließlich erfolgte die Gründung der Universität, bevor der „Arabische Frühling“ weltweit die Aufmerksamkeit auf die Bildungsmisere in der Region lenkte. Dorothea Jecht betont in diesem Zusammenhang den starken Praxisbezug an der GUtech. „Ich denke, das ist ein Hauptgrund dafür, dass ein Großteil der Absolventen bereits eine Stelle oder einen weiterführenden internationalen Studienplatz gefunden hat.“

Konzentration weltweiter Herausforderungen
Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Aspekt des DAAD-Engagements für die GUtech. „Wir interessieren uns nicht für Gewinnabschöpfung, sondern konzentrieren uns vielmehr auf das Capacity Building“, hebt Dorothea Jecht hervor, „das unterscheidet uns vielleicht von manchem angelsächsischen Hochschulprojekt in der Region.“ Dass die GUtech zu einer langfristigen Förderung des bilateralen Wissenschaftsaustausches ebenso beiträgt wie zur Stärkung der Hochschulinfrastruktur in Oman zeigt auch ein Blick auf die aktuellen Aufgaben der vom DAAD geförderten Absolventen. So wird beispielsweise Kausar Al-Qurashi ihr Studium der Angewandten Geowissenschaften mit dem Ziel des Masterabschlusses an der RWTH Aachen fortsetzen. Rumana Al-Othmani ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department of Urban Planning and Architecture der GUtech tätig; ihre langjährige Kommilitonin Dalal Mohammed plant ebenfalls einen Masterabschluss und arbeitet bereits für das Bau- und Umweltplanungsbüro COWI & Partners.

„Sie sind unsere wichtigste Zielgruppe“, betonte Dorothea Rüland in ihrer Ansprache an die Absolventen. Und stellte noch einmal die Chancen der Forschung an der GUtech heraus: „Gerade in Ihrer Region, in der sich Herausforderungen wie der Klimawandel, die Globalisierung, die Bodenversalzung oder die Wüstenbildung stellen, kann eine Universität Antworten auf die zahlreichen offenen Fragen bieten.“

Autor: Johannes Göbel
Veröffentlichungsdatum: 18.12.2012
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