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Zehn Jahre IC Budapest
Ungarische Perspektiven - IC Budapest feiert zehnjähriges Bestehen
Jubiläum in der ungarischen Hauptstadt: Das DAAD-Informationszentrum (IC) Budapest feierte Ende November sein zehnjähriges Bestehen. Im imposanten Spiegelsaal der Andrássy Universität beleuchtete eine gut besuchte Fachtagung des DAAD-Alumnivereins Ungarn die Gegenwart und Zukunft des europäischen Arbeitsmarkts aus ungarischer Perspektive.
Das IC Budapest feierte sein zehnjähriges Bestehen in der ungarischen Hauptstadt
Das IC Budapest feierte sein zehnjähriges Bestehen in der ungarischen Hauptstadt
© Veronika Achatz
Nach einleitenden Grußworten der Gastgeber – der IC-Lektorin Beate Schnier und des Vorsitzenden des Alumnivereins Géza Oláh – sowie des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, Dr. Matei I. Hoffmann, stellte Professor Dr. András Masát als Rektor der Andrássy Universität die relativ junge Hochschule vor. Sie biete Studienabgängern der Universität außerordentlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Einen ersten Höhepunkt bildete der Festvortrag zum Thema ''Arbeitsmarkt Europa – Ungarische Perspektiven'' von Gergely Prőhle. Der DAAD-Alumnus und stellvertretende Staatssekretär für Bilaterale EU-Beziehungen im Außenministerium Ungarns betonte nachdrücklich die Wichtigkeit des internationalen Austauschs. Gleichzeitig zeichnete er ein düsteres Bild der aktuellen Situation in Ungarn. Er halte es für besorgniserregend, dass ein großer Teil der gut ausgebildeten ungarischen Arbeitskräfte ins Ausland abwandere, vor allem nach Deutschland und ins Nachbarland Österreich. Der fortdauernden Migration müsse in erster Linie durch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Ungarn entgegengewirkt werden.

Stefan Hase-Bergen, Leiter der Gruppe Kommunikation und Marketing des DAAD in Bonn, moderierte die Podiumsdiskussion, in der das Thema des Festvortrags aufgegriffen wurde. Einleitend stellte Stefan Hase-Bergen fest, dass der DAAD seine Rolle ausschließlich in der Förderung der akademischen Beziehungen sehe und nicht darin, qualifizierte Arbeitskräfte für Deutschland zu rekrutieren. Es folgte eine rege Diskussion zwischen Podiumsteilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitsverwaltung: Hans-Günter Hogg, László Farkas und Dr. Iren Gyökér. Auch hier gelangte man zu dem Fazit, dass der Arbeitsmarkt und die Lebensbedingungen in Ungarn derzeit nicht attraktiv genug seien, um gut ausgebildete Nachwuchstalente im Land zu halten. Mehrere Wortmeldungen aus dem Publikum bestätigten dieses Bild.

DAAD-Alumni  im Gespräch
DAAD-Alumni im Gespräch
© Veronika Achatz
Initialzündung für die Karriere
Besonders kurzweilig gestaltete sich die Präsentation von Dr. Dezső B. Szabó. Der DAAD-Alumnus gliederte seinen Vortrag anhand von Fußballzitaten, die jeweils einen Abschnitt seiner Karriere zusammenfassten. ''Ich habe mich während meiner Zeit in Deutschland den deutsch-ungarischen Beziehungen verschrieben und dabei spielt Fußball eine große Rolle'', erklärte er. Szabó betonte, dass der DAAD ihm zahlreiche Türen geöffnet habe, die ihn schließlich zu seiner jetzigen Position als Direktor für Internationale Beziehungen des Balassi Instituts geführt hätten. Für die ''Initialzündung'' seiner Karriere sei er dem DAAD immer noch dankbar. Am Ende seiner Ausführungen forderte er dazu auf, ein DAAD-Stipendium immer nur als Mittel zu sehen, nicht als Ziel. ''Es kommt immer darauf an, was man aus diesem Stipendium macht.'' Dr. Krisztina Keller, ebenfalls DAAD-Alumna, informierte über Angebote des Alumniportals Deutschland. Neben Veranstaltungshinweisen, Foren für Alumni und Fotowettbewerben stellte sie ''Webinare'' zu unterschiedlichsten Themen vor. Während des anschließenden Sofagesprächs, das DAAD-Fachlektor Dr. Michael Puhle moderierte, gab die Personalberaterin Teréz Tál hilfreiche Tipps zur Jobsuche und beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Darüber hinaus hatten Berufseinsteiger zum Abschluss der Fachkonferenz die Gelegenheit, Gespräche mit Firmenvertretern zu führen.

Dank für die gute Zusammenarbeit
Zum Auftakt des Festakts stellte IC-Lektorin Beate Schnier das Informationszentrum Budapest ausführlich vor. Sie erläuterte dessen verschiedene Aufgaben und ging unter anderem auf Kriterien ein, die bei der Auswahl zukünftiger Stipendiaten eine Rolle spielen. Géza Oláh präsentierte im Anschluss den Alumniverein in Ungarn: ''Der DAAD betrachtet das Ende der Förderungszeit als den Beginn einer langen, aktiven Beziehung mit seinen ehemaligen Stipendiaten.'' Der DAAD-Alumniverein helfe, Kontakte zu pflegen, vermittle Informationen und organisiere verschiedene Fachveranstaltungen. Kinga Szabó-Nagy erläuterte schließlich die Zusammenarbeit der Ungarischen Stipendienkommission MÖB mit dem DAAD, die sich vor allem auf die Ankündigung und Auswahl der DAAD-Stipendien beziehe. In diesem Jahr sei die Rekordzahl von insgesamt 380 Stipendienanträgen eingegangen. Gemeinsam mit dem DAAD habe man gerade mit der formalen Auswahl begonnen. ''Das beliebteste Stipendium ist das Studienstipendium. Wir bekommen zehnmal so viele Anträge wie Plätze zur Verfügung stehen'', sagte Kinga Szabó-Nagy. Sie bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und gratulierte dem Informationszentrum zum zehnten Geburtstag. Mit einem umfangreichen Buffet und einer großen Geburtstagstorte klang der Abend heiter aus.

Autorin: Veronika Achatz

Veröffentlichungsdatum: 28.11.2012
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