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"Europa!"-Serie |
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Kontinent der Chancen |
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"Europa trotz(t) der Krise" - unter dieser programmatischen Überschrift versammelte die XXIII. Europäische Sommerakademie des Gustav-Stresemann-Instituts Bonn in den vergangenen Tagen erneut über 80 junge Europäer. Auch der DAAD engagierte sich in dem Forum und zeigte Perspektiven für ein weiteres Zusammenwachsen des Kontinents auf.
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Beitrittsverhandlungen im Schnelldurchgang: Mazedonien, Montenegro, Serbien und die Türkei wollen EU-Mitglieder werden. Einen Tag lang verhandeln sie, doch am Ende lehnt das Europaparlament alle Anträge zumindest vorerst ab. Bei den Teilnehmern der XXIII. Europäischen Sommerakademie des Gustav-Stresemann-Instituts (GSI) überwogen nach dem Planspiel zur EU-Erweiterung, das auf dem Alumniportal Deutschland live zu sehen war, dennoch die positiven Einschätzungen: „Jetzt weiß ich viel mehr über Mazedonien.“ „Es war sehr spannend, eine ganz neue Rolle zu spielen.“ „27 Staaten sollen in Einstimmigkeit über Grundfragen der Union entscheiden? Hut ab, dass das in der Realität meist besser funktioniert!“
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Teilnehmer von "Focus Balkan – Ein Planspiel zur Erweiterung der Europäischen Union"
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| © Alumniportal Deutschland / Stefanie Altmann |
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85 Teilnehmer aus 25 Ländern
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Europa und seine Entwicklung näher zu bringen, das war eines der Ziele der Sommerakademie, die vom 30. August bis zum 9. September unter dem Motto „Europa trotz(t) der Krise“ stattfand. An den Tagungsorten Bonn und Brüssel waren erneut über 80 junge Europäer und Europäerinnen zusammengekommen, um sich fortzubilden, hochkarätigen Referenten zuzuhören und vor allem auch den gegenseitigen Austausch zu suchen. Internationalität war Programm: Die 85 Akademieteilnehmer kamen aus 25 Staaten, die 35 Referenten immerhin aus acht verschiedenen Ländern. Unter der Schirmherrschaft von Martin Schulz, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, reichte die Themenvielfalt von historischen Rückblicken über Analysen aktueller rechtlicher und wirtschaftlicher Fragen bis zum Zukunftsthema der fortschreitenden EU-Erweiterung. „Gerade in Zeiten, in denen viel über Krisen gesprochen wird, möchten wir die großen Erfolge und Chancen Europas hervorheben“, sagt Dr. Jan Ulrich Clauss, Leiter der Sommerakademie und Wissenschaftlicher Leiter des GSI.
Für Clauss ist Europa auch eine Herzensangelegenheit. Der Staatswissenschaftler war 1973/74 erster Robert-Schuman-Stagiaire des Europäischen Parlaments und 1980 der erste promovierte DAAD-Stipendiat am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Dass der DAAD seit Jahren das Programm der Europäischen Sommerakademie mitgestaltet und auch seinen Alumni gezielt die Teilnahme ermöglicht, ist für Clauss nur sinnvoll: „Als weltgrößter Förderer akademischer Mobilität hat der DAAD natürlich einen unvergleichlichen Überblick über eine Vielzahl talentierter Köpfe.“
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Gemeinsam über Europa nachdenken: Die Europäische Sommerakademie war erneut ein produktiver Ort des Austauschs
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| © Alumniportal Deutschland / Stefanie Altmann |
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Zahleiche dieser Talente sind auch Mitglieder im von der Bundesregierung finanzierten sozialen Netzwerk Alumniportal Deutschland, das im Vorfeld und begleitend zur Sommerakademie das Webinar „Quo vadis Europa?“ organisierte. „Wir hatten so die Möglichkeit, zahlreiche Interessierte anzusprechen, die nicht in Bonn oder Brüssel vor Ort sein konnten“, sagt Stefanie Altmann, die das Alumniportal beim DAAD betreut. Mit Fotos, Videoaufnahmen und Forumsbeiträgen begleitete Altmann die Sommerakademie und regte auch im Internet zu Diskussionen an. „Die Resonanz und das Engagement der Alumni während der Sommerakademie waren sehr positiv“, sagt sie – und nennt als Beispiel das Gewinnspiel des Webinars, in dem Deutschland-Alumni aus der ganzen Welt Reden zum Thema „Europa trotz(t) der Krise“ einreichen konnten. Die Teilnehmer würdigten ganz klar die Stärken Europas. Hauptgewinn war die Teilnahme an der Sommerakademie des GSI in Bonn.
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Die Akademieteilnehmer hörten nicht nur zahlreiche Vorträge, sondern ergriffen auch oft selbst das Wort
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| © Alumniportal Deutschland / Stefanie Altmann |
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Auch Ilija Nikolovski ist europabegeistert. Der Journalist aus Mazedonien hat an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Interkulturelle Kommunikation studiert und interessiert sich auch beruflich „sehr für die voranschreitende EU-Erweiterung. Zu den Höhepunkten der Sommerakademie zählt für mich der Besuch der EU-Kommission in Brüssel.“ In Bonn verfolgte Nikolovski die Vorträge von Thomas Zettler und Dr. Anne Rörig, Leiter und Referentin des DAAD-Referats „Südosteuropa, Stabilitätspakt“ besonders aufmerksam. Nikolovskis Heimatland Mazedonien zählt zu den Schwerpunktländern des von Rörig und Zettler vorgestellten DAAD-Programms „Akademischer Neuaufbau Südosteuropa“. Im Rahmen des von Deutschland unterstützten Stabilitätspakts für Südosteuropa wurden seit 1999 über 17.000 Personen mit insgesamt 31,5 Millionen Euro gefördert. Auch Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Montenegro und Serbien zählen zu den Schwerpunktländern des Programms; darüber hinaus kooperieren Bulgarien, Kroatien, die Republik Moldau, Rumänien, Slowenien und Ungarn im Rahmen des akademischen Neuaufbaus. Das Ergebnis sind länderübergreifende Netzwerke, die nicht nur den Austausch mit Deutschland stärken, sondern auch die Kooperation von Ländern, die oftmals eine konfliktreiche Vergangenheit verbindet. So sind sieben vom DAAD geförderte regionale Kompetenzzentren entstanden, die sich ganz unterschiedlichen Aufgaben stellen: Vom „Graduate Centre for Civil Engineering“, das die Kooperation zwischen den Standorten Belgrad (Serbien), Skopje (Mazedonien), Mostar und Sarajevo (beide Bosnien und Herzegowina) fördert, bis zu den „Graduate courses for Posttraumatic Research“, bei denen neben Sarajevo und Skopje auch Tuzla (Bosnien und Herzegowina) und Zagreb (Kroatien) eingebunden sind.
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Neugierig, wie es weitergeht
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„Der Gedanke, dass Europa immer mehr zusammenwächst, wird auch auf der Europäischen Sommerakademie gelebt“, sagt Thomas Zettler. „Das begrüßen wir natürlich.“ Grundsätzlich sei eine Veranstaltung wie die Sommerakademie zudem „eine gute Gelegenheit, Kontakt zu ehemaligen Stipendiaten zu halten“. Über diese Chance freute sich auch die DAAD-Alumna Olesya Rubo aus Belarus. Mit einem DAAD-Stipendium hat sie vor drei Jahren an der Katholischen Universität Eichstätt im Masterstudiengang „Internationale Beziehungen“ studiert; nun promoviert sie an der Staatlichen Universität Minsk über die Außenpolitik der EU. „Ich bin neugierig, wie es mit Europa und der EU weitergeht“, sagt sie. Mit dieser Einstellung war Olesya Rubo an der Europäischen Sommerakademie genau am richtigen Ort.
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Autor: Johannes Göbel |
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Veröffentlichungsdatum: 12.09.2012 |
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