Freundschaften schließen, Kontakt halten, Netzwerke entwickeln
Im begrünten Innenhof eines Hotels im Berlin Stadtteil Dahlem bildet sich an einem sonnigen Sommermorgen ein Kreis um einen Mann, der gerade mit Leibwächter und Limousine eingetroffen ist. Mit großer Emphase spricht er in die Runde seiner aufmerksamen Zuhörer. Von denen zückt ab und an einer sein Handy und macht ein Foto, denn der hier eine Art improvisierter Audienz hält, ist Dr. Hussain Fadhlalla Alkhateeb, der irakische Botschafter in Deutschland. Und seine Zuhörer sind Stipendiaten des zweiten BaghDAAD-Jahrgangs.
Gruppenbild in Berlin: Abschlussseminar für die Regierungsstipendiaten des BaghDAAD-Programms
Gruppenbild in Berlin: Abschlussseminar für die Regierungsstipendiaten des BaghDAAD-Programms
© DAAD / Silje Paul
2010 haben sie ihr vom irakischen Hochschulministerium und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) initiiertes und finanziertes Studium an deutschen Hochschulen aufgenommen; im kommenden Herbst werden die ersten mit einem Masterabschluss in der Tasche in ihre Heimat zurückkehren.

Wenig später, die Gruppe hat sich inzwischen in einem Konferenzraum versammelt, appelliert Dr. Alkhateeb in seiner offiziellen Begrüßung an die Nachwuchsakademiker, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein: „Denkt an Euer Land! Ihr seid die, die den neuen Irak aufbauen!“ Außerdem hat der Diplomat noch einen handfesten Tipp: "Schließt Freundschaften, haltet Kontakt zu Deutschland, entwickelt Netzwerke!"

Die Sache ist ja die: Wissen alleine reicht nicht, gute Bildung alleine reicht nicht und eine wissenschaftliche Arbeit allein, sei sie noch so grandios, reicht ebenfalls nicht. Man muss auch eine Idee haben, mit wem man sein Wissen teilen könnte, wie und wo man seine Bildung einsetzen will und wen man mit seiner wissenschaftlichen Arbeit am besten beeindrucken sollte. Für jeden beliebigen Studenten an jedem beliebigen Ort gilt das mit Blick auf seine persönliche Karriere. Für die BaghDAAD-Studenten gilt es noch einmal besonders, denn ihre Auslands-Stipendien sind mit dem Auftrag verbunden, ihr neu erworbenes Wissen an den Hochschulen und in der Wirtschaft ihres Heimatlandes einzubringen.

Je näher das Ende des Studiums nun rückt, desto drängender wird es für die Stipendiaten, sich auf die Heimreise und das, was dann kommt, vorzubereiten. Und damit, Erinnerungen an interessante Tage in Deutschland zu sammeln, seien sie noch so schön und spannend, ist es natürlich nicht getan. Diese letzte Zusammenkunft der Studenten ist deshalb, wie Alexander Haridi, der Leiter des Irak-Programms beim DAAD, sagt, als „Networking-Conference“ angelegt. Das Seminar soll den Studenten Anregungen geben, wie sie Verbindungen knüpfen und ihre Qualifikationen sinnvoll einsetzen können. Denn, so betont Haridi ebenso wie es der Botschafter getan hat: „Ihr seid die Generation, auf die der Irak vertraut.“

Aber worauf können die Studenten selbst vertrauen? Was wird die Zukunft im Irak bringen? Wie kann jeder einzelne sie beeinflussen? Ist eine akademische Karriere anzustreben? Oder doch eher eine in der Wirtschaft? In Berlin präsentiert Felicitas Schnabel das Alumni-Programm des DAAD und erklärt als Contentmanagerin des Portals, dass die Studenten nach Ende ihres Stipendiums für den Deutschen Akademischen Austauschdienst nicht etwa abgeschlossene Fälle sind, sondern Teil einer globalen Stipendiaten-Familie bleiben – wenn sie es wollen...

Den kompletten Artikel zum Abschlusseminar in Berlin finden Sie nachfolgend als PDF zum Download.

Download: Abschlussseminar Berlin (Dateityp: pdf, Dateigröße: 52687 Bytes)

Veröffentlichungsdatum: 17.08.2012
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