Programm ''Europa macht Schule'' mit Jugendkarlspreis ausgezeichnet
Der Standort Prag des in Deutschland entwickelten Programms ''Europa macht Schule'' wurde mit dem zweiten Preis des Jugendkarlspreises ausgezeichnet. Für den Wettbewerb hatten sich über 300 Projekte aus 26 EU-Mitgliedstaaten beworben. Die Laudatio auf ''Europa macht Schule'' hielt der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gert Pöttering. Begrüßt wurden die Preisträger vom amtierenden Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz.
Der ehemalige und der amtierende Präsident des Europäischen Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering (1.v.links) und Martin Schulz (2.v.links) mit den Preisträgern des Jugendkarlpreises 2012.
Am 15. Mai 2012 wurde der Europäische Jugendkarlspreis in einer feierlichen Zeremonie in der Aula der RWTH Aachen verliehen. Dr. Hans Gert-Pöttering betonte in seiner Laudatio: "Nichts begeistert mich mehr als das Engagement der jüngeren Generation für ein vielfältiges und kulturreiches Europa." Der Jugendkarlspreis wurde zum fünften Mal im Rahmen der Aachener Karlspreisverleihung vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte junger Menschen, die ein gemeinsames Bewusstsein für eine europäische Identität schaffen und so die Integration Europas fördern. Die drei Siegerprojekte wurden mit insgesamt 10.000 Euro prämiert.
Die Gewinner des Jugenskarlspreises 2012 (v.l.n.r.): Renata KOPRIVOVA (Europa macht Schule / 2. Preis), Elina MAKRI (1. Preis), Daniel VERTEN (3. Preis).
Seit 2008 fördert der Auslandsstandort des deutschen "Europa macht Schule"-Programms unter Leitung von Ivana Herglová und Renata Kopřivová den interkulturellen Austausch zwischen europäischen Gaststudierenden der Prager Karlsuniversität und tschechischen Schulen.
Mit seinem interkulturellen Ansatz trägt "Europa macht Schule" zur Förderung der europäischen Idee bei. Für das Programm führen Erasmus-Studierende aus ganz Europa Projekte mit Schülerinnen und Schülern ihres Gastlandes durch und vermitteln die Kultur ihrer Heimat. Durch die gemeinsame Arbeit im Projekt wird Europa für alle Beteiligten persönlich erlebbar. Das Programmkonzept stammt aus Deutschland. Dort wird es in über 30 Städten ehrenamtlich durch den Verein "Europa macht Schule e.V." durchgeführt und durch den Deutschen DAAD koordiniert. Finanzieller Förderer ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Auch außerhalb Deutschlands findet das Konzept immer mehr Anklang. Der erfolgreichste Auslandsstandort von "Europa macht Schule" ist der in Prag.