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Außergewöhnlicher Forschungs-Trip |
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Unterwegs durch Taiga und Tundra |
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Rund 2000 Kilometer ist sie lang und zu manchen Jahreszeiten unpassierbar: Die Straße von Magadan nach Jakutsk – auch “Straße der Knochen“ genannt – gehört zu den geschichtsträchtigsten Routen der Russischen Föderation. DAAD-Alumnus Norman Prell hat die Strecke bei eisigen Temperaturen mit dem Fahrrad und per Anhalter zurückgelegt – und das im Dienste der Wissenschaft.
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Wieso haben Sie sich dieses Mal gerade den September für Ihre Tour ausgesucht?
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Der September ist ein guter Reisemonat, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist; die lästigen Mücken sind bereits verschwunden und der extrem kalte Winter hat noch nicht begonnen. Im Allgemeinen sind die Straßen im russischen Norden leichter im Winter als im Sommer zu bewältigen; viele Wege existieren nur während der langen Wintermonate als Schneestraßen. Auch die Flüsse lassen sich im gefrorenen Zustand leichter passieren – im Sommer ist man entweder auf die Fähre angewiesen oder man muss eine günstige Stelle suchen, um den Fluss zu durchfahren. Trotz ihres häufig schlechten Zustands spielen Straßen in der kaum entwickelten Region eine zentrale Rolle, das gesamte wirtschaftliche und soziale Leben hängt von ihnen ab.
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Was macht die “Straße von Magadan“ für Sie als Promotionsthema relevant?
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Magadan und die Straße erinnern heute vor allem an den Stalin-Terror in der Sowjetunion. Mich interessiert besonders die Frage, wie sich die Geschichte der Region zur geographischen Lage Magadans verhält: Die Stadt liegt an der Küste des Ochotskischen Meeres und ist auf dem Landweg ausschließlich über die Straße von Magadan zu erreichen. Die geographische Abgeschiedenheit der Region beeinflusst dabei die örtliche Kultur und Gesellschaft. Auch in der Wissenschaft ist Sibirien nur unzureichend erschlossen: Die russische Provinz gilt häufig noch als weißer Fleck; es gibt viele offene Fragen.
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Welche Rolle spielt der DAAD in Ihrer akademischen Laufbahn?
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Ich bin dem DAAD sehr dankbar, denn er hat mich bereits zweimal unterstützt. Mithilfe eines DAAD-Stipendiums konnte ich in den Jahren 2005 und 2006 meine Masterarbeit im russischen Nord-Kaukasus beenden. Auch im ersten Jahr meiner Promotion wurde ich vom DAAD gefördert. Das hat mir die Arbeit an der Universität in Aberdeen sehr erleichtert, da ich mich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren konnte.
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Autorin: Christina Pfänder |
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Veröffentlichungsdatum: 24.05.2012 |
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