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„Ich möchte andere Stipendiaten kennenlernen und noch mehr über den DAAD erfahren“, sagt der Amerikaner Daniel Fulco. Deshalb sei er zum DAAD-Stipendiatentreffen nach Bamberg gekommen. Damit hat der Doktorand, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München über „Italienische Freskomalerei in Deutschland im 18. Jahrhundert“ forscht, umrissen, worum es bei einem Stipendiatentreffen im Kern geht: Kontakte knüpfen, sich über die Fächergrenzen hinweg austauschen und die Gelegenheit nutzen, sich direkt mit Vertretern des DAAD zu besprechen. Zum Stipendiatentreffen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg brachte Daniel Fulco auch seine Frau mit. Damit war er keine Ausnahme: Neben den Stipendiaten waren 54 Ehepartner und 48 Kinder mit in die oberfränkische Weltkulturerbestadt gekommen. „Für die Zukunft der Akademie ist gesorgt“, sagte dann auch der stellvertretende Generalsekretär des DAAD, Ulrich Grothus, mit einem Schmunzeln. Die DAAD-Familie wächst.
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Während der Veranstaltung "Studienerfahrungen in Deutschland" diskutierten die Stipendiaten im Plenum
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| © DAAD / Michael Jordan |
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In seiner Eröffnungsrede betonte Professor Joybrato Mukherjee, Vizepräsident des DAAD, wie wichtig transnationale Beziehungen seien. Der DAAD verstehe sich als „Brücke in die weite Welt“. Das Jahresthema des DAAD „Gesellschaft im Wandel“ griff der Soziologe Professor Hans-Peter Blossfeld von der Universität Bamberg in seinem Vortrag auf: Er sprach über „Globalisierung, wachsende Unsicherheit und Veränderungen der sozialen Ungleichheit in modernen Gesellschaften“ und sorgte mit dem aktuellen Thema für viel Gesprächsstoff. Auch die Stipendiaten beteiligten sich mit anregenden Beiträgen aus ihren Forschungsfeldern. Die russische Stipendiatin Irina Kozban stellte „Global Models of Development“ vor, der Kolumbianer Andrés Uribe Marino sprach über „Stress and its Consequences“. Im Publikum hörte Maulydia Febrina aus Indonesien mit Interesse zu. Sie studiert Staatswissenschaften in Passau und lebt mit ihren fünfjährigen Zwillingstöchtern und ihrem Mann in Deutschland. „Die Einblicke in die Arbeit anderer Studierender sind sehr interessant“, sagte sie, außerdem schätze sie die Möglichkeit, sich während des Treffens mit Ansprechpartnern der DAAD-Länderreferate direkt auszutauschen – und dabei auch Schwierigkeiten anzusprechen, etwa mit dem Visum oder der Krankenversicherung. Für die Irakerin Nedaa Zirjawi war das Knüpfen neuer Kontakte am wichtigsten: „Ich möchte vor allem gern Stipendiaten aus meinem Fachbereich kennenlernen“, sagt die Informatikerin. Beim Imbiss hat sie sich gerade angeregt mit einem südkoreanischen Stipendiaten unterhalten. Sie promoviert in Jena und fühle sich in der Stadt rundum wohl: „Ein wunderbarer Ort für Studenten“, schwärmt sie.
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Ulrich Grothus, stellvertretender Generalsekretär des DAAD, Joybrato Mukherjee, Vizepräsident des DAAD, Godehard Ruppert, Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, und Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg (v.l.)
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| © DAAD / Michael Jordan |
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Internationale Ausrichtung der Universität Bamberg
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Über die guten Kontakte seiner Hochschule zum DAAD freut sich der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Professor Godehard Ruppert. Denn auf Internationalität legt Bamberg großen Wert: Rund 260 Hochschulkooperationen in 57 Ländern unterhält die Universität, darunter sind auch die Prestigeuniversitäten Oxford und Cambridge in Großbritannien. Ruppert nannte zudem die erfolgreichen Doppelabschlussprogramme in Sarajewo und Budapest, die zur Internationalität der Universität beitrügen. Andreas Starke, Oberbürgermeister von Bamberg, legte den Stipendiaten besonders den im Rahmen des Programms angebotenen Rundgang durch die denkmalgeschützte Altstadt ans Herz. Eine weitere gute Möglichkeit, beim Erkunden der Sehenswürdigkeiten nebenbei weiter ins Gespräch zu kommen. Hier und auch beim Diskobesuch am Samstagabend wurden noch einmal eifrig Telefonnummern und Mailadressen ausgetauscht.
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