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"go out!"-Fachkonferenz und StudyWorld 2012 |
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Aus mobilen Studierenden werden mobile Talente |
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Die 6. Fachkonferenz "go out! studieren weltweit" zur internationalen Mobilität deutscher Studierender und die internationale Hochschulmesse StudyWorld 2012 warben intensiv für mehr Auslandserfahrungen. Das StudyWorld-Gastland Russland prägte beide Veranstaltungen besonders.
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Rund ein Drittel der deutschen Studierenden entscheidet sich für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums. Damit liege Deutschland im internationalen Vergleich zwar an der Spitze, das Ziel sei aber, die Quote der Absolventen mit Auslandserfahrung auf 50 Prozent zu erhöhen, betont Claudius Habbich, Leiter des DAAD-Referates „Information für Deutsche über Studium und Forschung im Ausland, Publikationen" und Organisator der 6. Fachkonferenz zur internationalen Mobilität deutscher Studierender. Auf der Veranstaltung am 10. und 11. Mai in Berlin – ausgerichtet von "go out! studieren weltweit", der gemeinsamen Kampagne des DAAD und des Bundesbildungsministeriums (BMBF) – wurde Einiges geboten, um das ehrgeizige Ziel zu realisieren. So setzten sich verschiedene Kolloquien mit der Bedeutung von neuen Studienstrukturen für die Auslandsmobilität auseinander und stellten sich beispielsweise der Frage, wie sich Auslandspraktika gut in das Bachelorstudium integrieren lassen. Der zweite Konferenztag war zugleich als Auftaktveranstaltung zur StudyWorld 2012 konzipiert und lenkte mit der ausführlichen Würdigung deutsch-russischer Kooperationen bewusst den Blick auf das diesjährige StudyWorld-Gastland Russland. Neben aktuellen Entwicklungen in der russischen Hochschullandschaft wurden auch neue deutsch-russische Masterstudiengänge vorgestellt.
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Vladimir Grinin (Mitte), Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, besuchte die Fachkonferenz "go out! studieren weltweit" und die internationale Hochschulmesse StudyWorld 2012
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| © DAAD / David Ausserhofer |
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Kommilitonen als erste Informationsquelle
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Wie bereits auf den bisherigen Fachkonferenzen wurden auch 2012 in Berlin quantitative und qualitative Studienergebnisse zur Auslandsmobilität vorgestellt. Im Vordergrund standen diesmal die Ergebnisse einer neuen Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS). „In der HIS-Erhebung haben wir festgestellt, dass die allerwichtigste Informationsquelle für Studierende Kommilitonen sind, die schon im Ausland waren. Sie sind noch wichtiger als die Akademischen Auslandsämter der Universitäten oder auch der DAAD", sagt Dr. Nina Lemmens, Leiterin der DAAD-Abteilung „Internationalisierung und Kommunikation“. Eine wichtige Information für die auf der Fachkonferenz und der StudyWorld anwesenden Hochschulvertreter: „Hochschulen sollten Rückkehrer aus dem Ausland gezielt für die Beratung der anderen Studierenden einsetzen“, empfiehlt Lemmens. Derzeit variiert die Auslandsmobilität deutscher Studierender stark abhängig von den Fachbereichen: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Mediziner gehören vergleichsweise oft zu den mobilen Studierenden. Im Gegensatz dazu realisieren Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften einen Auslandsaufenthalt während des Studiums eher selten.
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Studierende nutzten die Chance, sich bei der StudyWorld umfassend zu informieren
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| © DAAD / David Ausserhofer |
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"Eine Frage der Begeisterung"
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Muss jetzt jeder Studierende ins Ausland? „Das ist eine Frage der Begeisterung“, sagt Claudius Habbich. „Es hat keinen Sinn ins Ausland zu gehen, wenn man nicht begeistert ist. Nur zu sagen: ‚Es ist für die Karriere wichtig’ reicht sicherlich nicht aus." Andererseits ist es insbesondere der Arbeitsmarkt, der mobile Talente anwerben will. „Es muss ja nicht unbedingt ein Jahr sein, aber es gibt eine ganze Reihe von Firmen, die später bei der Einstellung ganz genau darauf achten, ob zum Beispiel Ingenieure auch eine internationale Erfahrung haben", bestätigt Nina Lemmens. Von einer Woche bis zum vollen Masterstudium bleiben deutsche Studierende im Ausland. Claudius Habbich empfiehlt Studierenden, einmal den ganzen Jahreslauf im Ausland zu erleben. So könne ein Auslandsaufenthalt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.
Die Vorteile eines Auslandsaufenthalts hob auch Simon Wordtmann hervor. Er berichtete im Abschlussplenum der Fachkonferenz gemeinsam mit den drei anderen Teilnehmern der gerade zu Ende gegangenen 2. "go out!"-Nachwuchsjournalisten-Rallye von den bereichernden Eindrücken der Rallye-Stationen St. Petersburg, Moskau und Kasan. Wordtmann, Germanistik-Student der Berliner Humboldt-Universität, war schon vor der Nachwuchsjournalisten-Rallye von Russland fasziniert und hat bereits als DAAD-Sprachassistent im südrussischen Samara gearbeitet. Unentschlossenen rät er, bei der Wahl des Landes für ein Auslandsstudium ruhig auch auf das „Bauchgefühl“ zu vertrauen.
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Russland hieß das Gastland der diesjährigen StudyWorld
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| © DAAD / David Ausserhofer |
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Vielfältige Auswahlmöglichkeiten
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Wem das nicht genügte, dem bot die 7. StudyWorld vom 11. bis zum 12. Mai umfassende Informationen. Passend zum diesjährigen Gastland fand die Messe 2012 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin statt. Unter 170 Hochschulen aus 27 Ländern konnten sich die interessierten Studierenden einen „Traum-Campus“ aussuchen. Über 20 russische Universitäten präsentierten sich an einem großen, gemeinsamen Stand. „Erstmalig boten sie auch deutschsprachige Publikationen über ihre Hochschulen“, hebt Dr. Thomas Prahl, im DAAD Referatsleiter „Russische Föderation, Belarus", hervor. Er ergänzt: „Der Wiedererkennungswert einer russischen Hochschule war in diesem Jahr eindeutig gegeben." Ob Russland oder ein anderes der auf der StudyWorld vertretenen Länder: Die Messe machte deutlich, wie vielfältig heute die Auswahlmöglichkeiten für interessierte Studierende sind.
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Autorin: Marina Borisowa |
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Veröffentlichungsdatum: 22.05.2012 |
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© DAAD |
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