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Netzwerktreffen
Stärkung der deutsch-russischen Hochschulkooperation in EU-Programmen
Teilnehmer der Netzwerkkonferenz in Kasan
Teilnehmer der Netzwerkkonferenz in Kasan
Die Europäische Union bietet mit ihren Förderprogrammen interessante Möglichkeiten für die Kooperation von deutschen und russischen Hochschuleinrichtungen. Um diese Programme bei Hochschulvertretern aus beiden Ländern bekannter zu machen und die Zusammenarbeit im Hochschulbereich weiter zu stärken, veranstaltete die Nationale Kontaktstelle für das EU-Programm Tempus im DAAD in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Tempus Büro Russland am 26. und 27. April 2012 ein zweitägiges Netzwerkseminar an der Kasaner Föderalen Universität in Kasan, Russland.
Eröffnung der Netzwerkkonferenz in Tatarstan
Eröffnung der Netzwerkkonferenz in Tatarstan
© Svyatoslav Cheranev
Das deutsch-russische Wissenschaftsjahr 2011/2012 bot den Rahmen für diese erstmals in Russland durchgeführte Veranstaltung, an der rund 100 Hochschulvertreter, darunter mehr als 20 Hochschulvertreter aus Deutschland, teilnahmen. „Wir haben uns dieses Mal bewusst für Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan in der Russischen Föderation, als Veranstaltungsort entschieden, da die Zusammenarbeit des DAAD mit den dortigen Hochschulen und mit dem tatarischen Bildungsministerium in den vergangenen Jahren intensiviert wurde und die Stadt und die Region sich einen Ruf als wirtschaftlich und wissenschaftlich aufstrebendes Zentrum erworben haben“, erklärte Benedikt Brisch, Gruppenleiter für Mittel- und Osteuropa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im DAAD. Erfreulicherweise reisten auch etliche russische Teilnehmer aus weiter entfernten Teilen Russlands, wie beispielsweise Kaliningrad, St. Petersburg, Moskau, Stavropol oder Sibirien eigens für das DAAD-Seminar nach Kasan.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich auf dem Campus der drittältesten Universität Russlands insbesondere über das EU-Programm Tempus informieren, in dem Projekte in den Bereichen Lehrplanentwicklung, Reform der Hochschulführung oder Vernetzung von Hochschulen und Gesellschaft umgesetzt werden können. Ziel von Tempus ist die Modernisierung der Hochschulbildung in den Partnerländern der EU und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit europäischen Hochschulen. Deutsche Hochschulen stehen in diesem Programm europaweit an der Spitze und sind gerade bei der Beantragung von Projekten mit Osteuropa und insbesondere Russland seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Neben dem EU-Programmen Tempus, ging es in dem Seminar auch um gemeinsame europäisch-russische Studienprogramme, sowie die bilateralen Kooperationsprogramme.

Kasaner Föderale Universität in Kasan (KFU), Russland
Kasaner Föderale Universität in Kasan (KFU), Russland
© Svyatoslav Cheranev
Die Konferenz bot den anwesenden Hochschulvertretern eine einmalige Gelegenheit für den Austausch von Projektideen und das Finden potentieller Partner für eine gemeinsame Antragstellung in einem EU-Förderprogramm. Vielfach genutzt wurde die an beiden Seminartagen angebotene Option, eigene Projektideen und Kooperationswünsche in kurzen, maximal fünfminütigen Vorträgen zu präsentieren. Die positive Resonanz belegte das große Interesse an einer Kooperation zwischen beiden Ländern im Bereich der Hochschulbildung und unterstützte damit das Ziel von Veranstaltungen des Wissenschaftsjahres, Ausgangspunkt für zukünftige neue Projekte und Kooperationen zu sein.

Kontakt:
Nina Salden, DAAD, Referat Tempus / Erasmus Mundus / EU Drittlandkooperationen
Tel.: 0228-882-520, E-Mail: salden@daad.de

Veröffentlichungsdatum: 11.05.2012
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