Das deutsch-russische Wissenschaftsjahr 2011/2012 bot den Rahmen für diese erstmals in Russland durchgeführte Veranstaltung, an der rund 100 Hochschulvertreter, darunter mehr als 20 Hochschulvertreter aus Deutschland, teilnahmen. „Wir haben uns dieses Mal bewusst für Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan in der Russischen Föderation, als Veranstaltungsort entschieden, da die Zusammenarbeit des DAAD mit den dortigen Hochschulen und mit dem tatarischen Bildungsministerium in den vergangenen Jahren intensiviert wurde und die Stadt und die Region sich einen Ruf als wirtschaftlich und wissenschaftlich aufstrebendes Zentrum erworben haben“, erklärte Benedikt Brisch, Gruppenleiter für Mittel- und Osteuropa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im DAAD. Erfreulicherweise reisten auch etliche russische Teilnehmer aus weiter entfernten Teilen Russlands, wie beispielsweise Kaliningrad, St. Petersburg, Moskau, Stavropol oder Sibirien eigens für das DAAD-Seminar nach Kasan.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich auf dem Campus der drittältesten Universität Russlands insbesondere über das EU-Programm Tempus informieren, in dem Projekte in den Bereichen Lehrplanentwicklung, Reform der Hochschulführung oder Vernetzung von Hochschulen und Gesellschaft umgesetzt werden können. Ziel von Tempus ist die Modernisierung der Hochschulbildung in den Partnerländern der EU und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit europäischen Hochschulen. Deutsche Hochschulen stehen in diesem Programm europaweit an der Spitze und sind gerade bei der Beantragung von Projekten mit Osteuropa und insbesondere Russland seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Neben dem EU-Programmen Tempus, ging es in dem Seminar auch um gemeinsame europäisch-russische Studienprogramme, sowie die bilateralen Kooperationsprogramme.






