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Neue Serie
"Den Wandel aktiv gestalten"
Von den Demokratiebewegungen in der Arabischen Welt über die Herausforderungen des Umweltschutzes bis zu einem globalen Erstarken der Zivilgesellschaft: Die Welt im Jahr 2012 wird wesentlich geprägt von globalen Transformationsprozessen. Hier setzt auch der DAAD mit seinem Jahresthema "Gesellschaft im Wandel – Wandel durch Austausch" an. Lesen Sie zum Auftakt der neuen Serie des DAAD-Online-Magazins, was den DAAD dazu bewogen hat, erstmals in seiner langjährigen Geschichte ein Jahresthema zu wählen.
Man könnte sagen: Der Wandel gehört zum Kerngeschäft des DAAD. Schließlich lautet das Motto des Deutschen Akademischen Austauschdienstes „Wandel durch Austausch“. In seiner über achtzigjährigen Geschichte hat der DAAD entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Stipendiaten und ihre Blicke auf die Welt wandeln – und dass viele dieser Geförderten später selbst zu einem Wandel in der Welt beitragen. Für das Jahr 2012, in dem der Wandel als eine der wenigen weltweiten Konstanten erscheint, hat sich der DAAD nun erstmals ein Jahresthema gestellt: „Gesellschaft im Wandel – Wandel durch Austausch“.

Dorothea Rüland:
Dorothea Rüland: "Dass Hochschulen zu Motoren des Wandels werden, können wir in allen Teilen der Welt beobachten."
© DAAD
Aufbau von Hochschulstrukturen
„Wir bestärken junge Menschen grundsätzlich darin, sich durch Austausch zu wandeln“, betont DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland. „Das Motto ‚Gesellschaft im Wandel’ kann als ein Bindeglied verstanden werden, das unsere ganz unterschiedlichen Aktivitäten miteinander verknüpft – vom akademischen Austausch über die Bildungszusammenarbeit mit Entwicklungsländern bis zur Förderung der deutschen Sprache.“ Zugleich spielten aktuelle globale Prozesse eine Rolle: „Das reicht vom Wandel in der Arabischen Welt, den wir unter anderem durch unsere neuen Transformationspartnerschaften mit Hochschulen in Ägypten und Tunesien begleiten, bis hin nach Afghanistan. In all diesen Ländern sind wir sehr aktiv und versuchen, zu einer Entwicklung der Zivilgesellschaft beizutragen, insbesondere durch den Aufbau von Hochschulstrukturen.“ Dorothea Rüland macht deutlich, dass das Jahresmotto sich nicht auf einzelne Länder beschränken lässt. „Dass Hochschulen zu Motoren des Wandels werden, können wir in allen Teilen der Welt beobachten. Auch in einem Land wie Myanmar, wo Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel unlängst durch seine Ankündigung von 40 DAAD-Stipendien ein erstes Zeichen für einen derartigen Wandel gesetzt hat.“ Auch China und Brasilien seien mit überaus ambitionierten Bildungsprogrammen herausragende Beispiele eines über Bildung angestrebten Wandels. Dessen Bedeutung hob auch die brasilianische Staatspräsidentin Dilma Rousseff hervor, als sie auf der Hannoveraner Technikmesse CeBIT im März gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die ersten Stipendiaten des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ begrüßte. Der Austausch der Stipendiaten mit Deutschland wird vom DAAD organisiert.

Margret Wintermantel:
Margret Wintermantel: "Interkultureller Austausch ist wesentlich"
© DAAD / Sebastian Schobbert
"Nicht nur am Schreibtisch sitzen"
Eine Förderung und die damit verbundenen Chancen bringen auch Verantwortung mit sich, hebt DAAD-Präsidentin Professorin Margret Wintermantel hervor: „Das Jahresthema soll zum Ausdruck bringen, dass der interkulturelle Austausch wesentlich ist, um gesellschaftlichen Wandel zu steuern – dass man ihn nicht passiv über sich ergehen lassen darf, sondern ihn aktiv gestalten muss.“ Eine gewisse Empathiefähigkeit sei unabdingbar: „Diese wird durch Austausch angebahnt und überhaupt erst möglich gemacht.“

Dies betont auch Ulrich Grothus, stellvertretender DAAD-Generalsekretär und Leiter der Abteilung Strategie und Projekte: „Das Jahresthema unterstreicht auch, was wir von unseren Stipendiaten und Alumni erwarten: Sie sollen nicht nur am Schreibtisch sitzen, sondern sich in der Gesellschaft zu Wort melden.“ Etwa in der gegenwärtigen Finanzkrise Europas. „Hier bemerken wir, dass ein Denken in nationalen Stereotypen Auftrieb bekommt. Da will der DAAD natürlich gegensteuern. Wir treten für eine weltoffene Gesellschaft ein.“ Das vielfältige Engagement des DAAD soll laut Ulrich Grothus durch das prägnante Jahresthema in der weltweiten Öffentlichkeit deutlich werden: „Wir verstehen das Jahresthema auch als einen roten Faden für zahlreiche Veranstaltungen.“

Forum für den Austausch: Stipendiatentreffen des DAAD in Ulm
Forum für den Austausch: Stipendiatentreffen des DAAD in Ulm
© DAAD/Wolfgang Hübner-Stauf
Zahlreiche Veranstaltungen
So war bereits das erste große Stipendiatentreffen des Jahres in Ulm mit „Gesellschaft im Wandel“ überschrieben, beim nächsten Treffen in Bamberg vom 18. bis zum 20. Mai 2012 lautet das Motto „Globalisierung, wachsende Unsicherheit und Veränderungen der sozialen Ungleichheit in modernen Gesellschaften“. Einen weiteren Wandel mit weitreichenden Folgen für die Gesellschaft benennt das einen Monat später stattfindende große Stipendiatentreffen in Lübeck mit „Klimawandel und Klimaverantwortung“. Die große Netzwerkkonferenz des DAAD vom 5. bis 6. Juli in Bonn wird indes Schlaglichter auf gesellschaftliche Veränderungen in so unterschiedlichen Ländern wie beispielsweise Brasilien und Polen, Kenia und Griechenland werfen. Was der DAAD alles in diesem Jahr des Wandels 2012 bewegen wird, welche Veranstaltungen und Programme er bietet, darüber wird Sie auch diese Serie des DAAD-Online-Magazins auf dem Laufenden halten.

Autor: Johannes Göbel
Veröffentlichungsdatum: 10.04.2012
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