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DAAD-Alumnitreffen in Seoul
Erstes großes ostasiatisches DAAD-Alumnitreffen in Seoul
DAAD-Alumni aus Korea, Japan, Taiwan und der VR China trafen sich vom 23. bis zum 25.März in der südkoreanischen Hauptstadt

Zeitgleich zu seiner Vereidigung im deutschen Bundestag ließ der neue Bundespräsident Joachim Gauck seine erste amtliche Grußbotschaft an 190 DAAD-Alumni aus Korea, Japan, Taiwan und der VR China ausrichten, die in Seoul ihr erstes gemeinsames Treffen eröffneten
– ein Novum auch in der Geschichte des DAAD. Sie waren zusammen gekommen, um sich über aktuelle Aspekte des Wandels in ihren Gesellschaften und die Verantwortung des Einzelnen im Gemeinwesen auszutauschen. Das Alumnitreffen unter dem Motto ''Verantwortliches Forschen und Handeln in ostasiatischen Bürgergesellschaften'' war Teil der Reihe zum DAAD-Jahresthema ''Gesellschaft im Wandel – Wandel im Austausch''.
Das Treffen in Seoul brachte 190 Alumni aus vier ostasiatischen Ländern zusammen.
Das Treffen in Seoul brachte 190 Alumni aus vier ostasiatischen Ländern zusammen.
© DAAD / Eun-Hye Chang
Der Bundespräsident hatte schon vor seiner Wahl für eine Festrede mit Podiumsdiskussion zugesagt. Mit Verweis auf die konfuzianischen Traditionen Ostasiens betonte er in einer vom deutschen Botschafter vorgetragenen Ansprache die hohe Bedeutung des Veranstaltungsthemas und mahnte an, dass Europa und Ostasien darüber in Zukunft intensiver miteinander ins Gespräch kommen sollten. Sein abschließender Gruß ”Ich hoffe auf eine spätere Gelegenheit, Ihrem Netz einen weiteren Knoten hinzufügen zu können” wurde von den Alumni mit großer Begeisterung aufgenommen.

In Anwesenheit des prominentesten DAAD-Alumnus in Korea, Dr. Lee Kwan-kook, der als Präsident des Verfassungsgerichtes auch der Inhaber des dritthöchsten Staatsamtes seines Landes ist, sowie vor weiteren Vertretern des öffentlichen Lebens eröffnete DAAD-Vizepräsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee sein erstes DAAD-Alumnitreffen in festlichem Rahmen. Er freute sich, dass mit der Einrichtung überregionaler Fachnetzwerke in Ostasien jetzt ein Gedanke realisiert wurde, der erstmals 2004 bei einem Alumnitreffen in Taipei aufgekommen war. Seither wurden die Vorstände ostasiatischer Alumniverbände bei der Planung unterstützt.

DAAD-Vizepräsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee eröffnete die Veranstaltung
DAAD-Vizepräsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee eröffnete die Veranstaltung
© DAAD / Eun-Hye Chang
Gemeinsam mit dem DAAD wurde ein Konzept für die Tagung entwickelt, die nun an der Hankuk University of Foreign Studies (HUFS) stattfand, derselben Universität, in der am Tag darauf Präsident Obama beim Zweiten Internationalen Nukleargipfel seine Ansprache hielt. Neben namhaften Vertretern der deutschen Wissenschaft hielten in den Workshops fachlich ausgewiesene Alumni der beteiligten Länder insgesamt 24 Vorträge, denen jeweils rege Fragen und Antworten folgten. Am Ende der Tagung standen lebendige Diskussionen über die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung zukünftiger Treffen. Die Alumni beschlossen die Einrichtung ostasiatischer Netzwerke zu den Fachrichtungen Rechtswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften sowie Architektur und Städtebau. Im Bereich Germanistik wurde für die bevorstehende Tagung des Asiatischen Germanistenverbandes die Gründung einer "Sektion DAAD-Alumni Ostasien" ins Auge gefasst.

Das gemeinsame Singen wurde als ein starkes verbindendes Element empfunden.
Das gemeinsame Singen wurde als ein starkes verbindendes Element empfunden.
© DAAD / Eun-Hye Chang
Symbolisch für die vier Ländergruppen umrahmte ein Streichquartett mit Kompositionen von Beethoven die Veranstaltung. Weitere Höhepunkte waren ein gemeinsames Singen bekannter Volkslieder Ostasiens und Deutschlands. Den Abschluss bildete ein Ausflug durch die eindrucksvolle Anlage des kürzlich wieder errichteten Palastes der letzten koreanischen Choson-Dynastie, bevor die Alumni zur Rückreise in ihre Heimatländer aufbrachen.

Vor dem großen Alumnitreffen unterzeichnete DAAD-Vizepräsident Mukherjee ein Memorandum of Understanding mit dem Präsidenten der National Research Foundation Korea über den zukünftigen Austausch zwischen Graduierten, Doktoranden, Post-Docs und Wissenschaftlern beider Länder. Bereits seit mehreren Jahren eingerichtete Förderprogramme sollen damit langfristig fortgeschrieben werden.

Das Bild zeigt eine augelassene Gruppe von Alumni mit Gästen.
Das Bild zeigt eine augelassene Gruppe von Alumni mit Gästen.
© DAAD / Eun-Hye Chang
Autorin: Dr. Ursula Toyka

Veröffentlichungsdatum: 02.04.2012
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