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Indien/Deutschland |
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Indischer Austausch an der Spree |
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Ein Treffen in Berlin hatte der DAAD für 140 indische Studierende organisiert. Mit einem WISE-Stipendium absolvieren sie derzeit Praktika an deutschen Hochschulen. In Berlin trafen sie auf Journalisten aus der Heimat, die sich über Studium und Forschung in Deutschland informierten.
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WISE-Stipendiaten: Deutschland öffnet sich immer mehr für Indien
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Studierende aus Indien sind in Deutschland willkommen. „Man merkt deutlich, dass sich Deutschland immer mehr für indische Studierende und Wissenschaftler öffnet“, meint Ishani Duttagupta von The Economic Times in Neu Delhi. Die Journalistin reiste mit sechs indischen Kolleginnen und Kollegen eine Woche durch Deutschland und besuchte Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -förderorganisationen.
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Frühe Erfahrung und Vernetzung
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Im Schnitt 21 Jahre alt sind die 140 Inderinnen und Inder, die derzeit im Programm „Working Internship in Science and Engineering“ (WISE) gefördert werden. An der Seite eines Doktoranden werden sie in verschiedene Forschungsprojekte integriert. Für die meisten ist dieses Praktikum der erste Kontakt mit Deutschland. „Die Menschen hier mögen ein diszipliniertes und geordnetes Leben, sie folgen Regeln und erwarten das auch von anderen. Das gefällt mir“, erzählt Adhokshaj Bellurkar aus Bombay, zurzeit Praktikant an der TU Dortmund. Als Maschinentechniker möchte er eines Tages in der Autoindustrie arbeiten. Auf dem Treffen der WISE-Stipendiaten in Berlin begeisterte ihn vor allem der Austausch untereinander. „Wir haben jetzt Gelegenheit, uns über unsere unterschiedlichen Deutschlanderfahrungen zu vernetzen.“
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Das Stipendiatentreffen rundete auch die vom DAAD organisierte Journalistenreise ab. Vor allem der Abend in der Indischen Botschaft bot Gelegenheit für viele Fragen und Antworten. „Wir können den Journalisten gut Auskunft geben, weil wir die Unterschiede zwischen deutschen und indischen Universitäten gerade erleben“, sagt Sambhar R Jain, der seinen Bachelor am National Institute of Technology Trichy machen wird. Als WISE-Stipendiat kam er an die TU München. Indische Universitäten konzentrierten sich eher auf die Optimierung vorhandener Theorien und Techniken, meint der angehende Elektrotechniker. Ihm gefällt an Deutschland, dass man hier „stärker auf Forschung und Innovation setzt“.
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Mehr Freiheit: indische Studierende forschern gerne an deutschen Hochschulen
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Eigenverantwortung und Selbstvertrauen
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Beeindruckt sind die Studierenden von der Freiheit, die sie an deutschen Universitäten erleben. „Es gibt keine Hektik und man steht nicht ständig unter Leistungsdruck“, sagt Smriti Gupta, die zuhause chemische Verfahrenstechnik studiert. Sie ist überzeugt, dass freieres Arbeiten langfristig zu besseren Ergebnissen führt. Nagadeepika Satrasala, die 2009 WISE-Stipendiatin in Kiel war, fügt hinzu: „Wir müssen deshalb selbst den Überblick behalten. Es kommt stärker auf uns an – was wir annehmen und daraus entwickeln.“
Die 24-jährige Alumna kannte bis 2009 nichts als ihre Heimatstadt Bangalore. Ihre Eltern hatten große Angst, sie gehen zu lassen. „Ich war wenig selbstbewusst, als ich in Kiel ankam“, erzählt Nagadeepika Satrasala, „aber mein erster Deutschlandaufenthalt hat mir Vertrauen geschenkt und mich unabhängiger gemacht.“ Zurück in Indien waren auch die Eltern von der Verwandlung der Tochter beeindruckt. Sie durfte noch einmal gehen und studiert heute in einem DAAD-Masterprogramm Bauingenieurwesen der TU Dresden.
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Autorin: Bettina Mittelstraß |
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Veröffentlichungsdatum: 06.07.2011 |
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