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Inforeise nach Deutschland
„Germany Today“ zeigt exzellente Beispiele
Nordamerikanische Hochschulvertreter auf Deutschlandtour: Mit dem DAAD-Programm „Germany Today“ besuchten 20 Teilnehmer exzellente Hochschulen und Forschungszentren in Bonn, Jülich, Jena, Leipzig und Berlin.
Barbara A. Sawrey von der University of California in San Diego war zuletzt 1989 in Deutschland. Damals begleitete sie Studierende nach Leipzig, wo die internationale Chemie-Olympiade stattfand. Als Gast von „Germany Today“ kam die Vertreterin des Universitätsdirektoriums Ende Juni erneut nach Deutschland. Seit 1979 lädt der DAAD jährlich nordamerikanische Multiplikatoren und Administratoren von Hochschulen zu einer Informationsreise nach Deutschland ein. Ziel ist es, Informationen über aktuelle Entwicklungen an den Hochschulen zu vermitteln und den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, Kooperationspartner zu identifizieren.

Auf Deutschlandtour: nordamerikanische Hochschulvertreter sind von Exzellenzclustern beeindruckt
Auf Deutschlandtour: nordamerikanische Hochschulvertreter sind von Exzellenzclustern beeindruckt
© DAAD / Karen Welsch
„Ich bin vor allem neugierig auf die Entwicklungen in den neuen Bundesländern“, sagt Barbara Sawrey. Ihre Universität kann auf stabile Beziehungen zu deutschen Hochschulen zurückblicken. „Wir entsenden jedes Jahr etwa 60 bis 100 Studierende für ein Auslandssemester nach Berlin und Hamburg“, sagt Sawrey, als sie mit der Delegation in Berlin ankommt.

Graduiertenprogramme überzeugen nordamerikanische Gäste
Zuvor stand ein Besuch der Universität Leipzig auf dem Programm der einwöchigen Reise, die unter dem Motto „Examples of Excellence in German Higher Education and Research” stand. In Leipzig präsentierte sich unter anderem die Graduiertenschule „Building with Molecules and Nano-Objects“ (BuildMoNa), eines von zahlreichen Promotionsprogrammen, das seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative von der Bundesregierung gefördert wird.

Bei BuildMoNa forschen über 100 Doktoranden aus Physik, Chemie und Biowissenschaften. Sie besuchen interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und werden auch in den sogenannten Softskills geschult, etwa dem Schreiben wissenschaftlicher Artikel für internationale Fachzeitschriften. Sawrey lobt die Einrichtung dieser Graduiertenprogramme: „Das macht es für unsere Studierende leichter nach Deutschland zu gehen, um zu promovieren“. Bisher sei die ‚Promotionskultur’ in Deutschland eine große Hürde gewesen, da das Gelingen stark von der persönlichen Beziehung zum betreuendem Professor abgehangen habe.

Partnerschaften gewünscht: Gespräch an der Berliner Universität der Künste
Partnerschaften gewünscht: Gespräch an der Berliner Universität der Künste
© DAAD / Karen Welsch
Exzellenzcluster glänzen mit vielfältigen Kooperationen
Neben den Graduiertenschulen waren die Gäste vor allem von den Exzellenzclustern beeindruckt. Sie wurden ebenfalls als Teil der Exzellenzinitiative an verschiedenen Universitäten etabliert. Ito Peng-Sorensen, Professorin und Vize-Dekanin für Interdisziplinarität und internationale Beziehungen an der kanadischen University of Toronto, war von den vielfältigen Bündnissen begeistert, die dafür geschmiedet wurden. „Der systematische Aufbau von Kooperationen mit vielen unterschiedlichen Partnern – Universitäten, Forschungsinstituten, Museen –, davon können wir lernen“, so Peng-Sorensen.

Partnerschaft mit Deutschland gehört dazu
Mit der Neuausrichtung der internationalen Beziehungen beschäftigt sich auch Joseph Hubert von der Université de Montreal. „Es gibt an unserer Universität etwa 400 Kooperationsvereinbarungen mit internationalen Partnern, aber nur 20 davon sind aktiv“, berichtet der kanadische Universitätsvizerektor. Jetzt müssten Prioritäten gesetzt werden und Partnerschaften mit Deutschland gehörten in jedem Fall dazu. Von den Gesprächen erwartet er sich neue Ideen für die Entwicklung eines eigenen Modells der internationalen Zusammenarbeit.

Unterwegs in Jena: Neugierig auf die Entwicklung
Unterwegs in Jena: Neugierig auf die Entwicklung
© DAAD / Karen Welsch
Die Teilnehmer von „Germany-Today“ sind sich einig: Der Besuch in Deutschland kommt zur rechten Zeit. Hier sei gerade viel in Bewegung, und zu Hause wolle man die internationalen Beziehungen evaluieren und neue Strategien entwickeln. „Das ist genau der Moment, um gemeinsam etwas aufzubauen“, resümiert Mike Proctor, Rektor der University of Arizona, bevor er sich mit seinen Kollegen auf den Weg zur Berliner Humboldt-Universität macht. Dort werden sie das Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor“ kennen lernen – eines von sechs, das die Universität gemeinsam mit zahlreichen anderen Partnern aufgebaut hat.

Autorin: Christina Vaillant
Veröffentlichungsdatum: 06.07.2011
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