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PROFIN |
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Integration nutzt allen |
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Der DAAD unterstützt mit PROFIN seit 2009 Hochschulprojekte, die die Integration ausländischer Studierender fördern. Anfang Juni kamen Vertreter von Hochschulen aus ganz Deutschland nach Berlin, um ihre Konzepte vorzustellen – eine Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht.
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„Wir wissen aus Befragungen, dass gerade die Anfangsphase des Studiums für ausländische Studierende problematisch ist“, sagt Stephanie Knobloch, Leiterin der Betreuungsprogramme beim DAAD. „Und Studierende, die aus dem Ausland kommen, äußern immer wieder den Wunsch nach mehr Kontakten zu den deutschen Kommilitonen.“ Hier setzen deshalb mehrere Projekte des PROFIN-Programms an.
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PROFIN-Bilanz: Integration an Hochschulen entwickelt sich positiv, doch der Wandel braucht Zeit
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| © DAAD / Ausserhofer |
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Wohnheimwörterbuch hilft im Alltag
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132 Projekte fördert der DAAD derzeit, die internationalen Studierenden Einstieg und Orientierung in Studium und Alltag erleichtern, den Übergang in den Beruf vorbereiten und die Hochschulstädte mit den Studierenden in Kontakt bringen. Dazu stehen etwa Kommilitonen oder Gastfamilien als Mentoren zur Verfügung und eigens produzierte Podcasts und Broschüren informieren auf unterhaltsame Weise. Ein Beispiel: Das von Universität und Studentenwerk Bielefeld herausgegebene „Illustrierte Wohnheimwörterbuch“ klärt auf Englisch, Deutsch und Chinesisch über den Alltag in der Studentenunterkunft auf. Mehrere Projekte haben den Arbeitsmarkt im Blick: Das Auslandsbüro der Technischen Universität Dortmund veranstaltet mit Unterstützung von PROFIN in diesem Jahr erstmals eine Karrieremesse, die gezielt internationale Absolventen mit deutschen Unternehmen zusammenbringt.
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Yasemin Karakaşoğlu: Credit Points für interkulturelle Zusammenarbeit
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| © DAAD / Ausserhofer |
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Kulturelle Vielfalt als Ressource begreifen
Das PROFIN-Programm, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung noch bis Ende 2012 finanziert, leistet eine Anschubfinanzierung für Angebote, die die interkulturellen Kompetenzen fördern: bei den internationalen Studiengästen, ihren Kommilitonen und bei den Mitarbeitern der Hochschulen.
Davon sollen auch Studierende mit Migrationshintergrund profitieren. Professorin Yasemin Karakaşoğlu, Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität an der Universität Bremen, unterstrich bei der Berliner PROFIN-Tagung die Gemeinsamkeiten zwischen den sogenannten Bildungsinländern und Bildungsausländern. „Beide Gruppen müssen hinzuverdienen, um ihr Studium zu finanzieren. Das führt nicht selten zum Studienabbruch.“ Sie hätten gleichermaßen darunter zu leiden, dass „die Hochschulen die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe, die diese Studierenden mitbringen, nicht als Ressource betrachten, sondern eher als Schwierigkeit“, so Karakaşoğlu.
Um diese kulturellen Ressourcen zu mobilisieren, wurde an der Universität Bremen das PROFIN-Projekt StudentService@School entwickelt: Studentische Teams aus deutschen und ausländischen Studierenden erarbeiten mit Schülern an Bremer Schulen interkulturelle Fragestellungen, begleitet von einem Mentor der Universität. So erwerben einerseits Studierende interkulturelle Kompetenzen – wobei ihr Einsatz als Studienleistung in Form von Credit Points anerkannt wird –, andererseits will man Schüler mit Migrationshintergrund für ein Studium interessieren.
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Nachahmung erwünscht: In Arbeitsgruppen stellen Hochschulen ihre Projekte vor
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| © DAAD / Ausserhofer |
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Nach Schätzungen des Hochschul-Informationssystems (HIS) bricht immer noch etwa jeder zweite Ausländer, der zum Studieren nach Deutschland kommt, sein Studium ab. Die durchschnittliche Abbrecherquote (inklusive der deutschen Studierenden) ist laut Deutschem Bildungsbericht 2010 mit 24 Prozent nur etwa halb so hoch. „Wir stellen aber eine positive Entwicklung fest“, sagt Stephanie Knobloch. Viele Hochschulleitungen, Mitarbeiter und deutsche wie internationale Studierende selbst würden Verantwortung für die vielfältigen Integrationsanstrengungen an den Hochschulen übernehmen. „Das verbessert die Situation an den Hochschulen – davon profitieren alle“, sagt Knobloch und ergänzt: „Doch diese Initiativen sollten unbedingt weiter gefördert werden, denn nachhaltiger Wandel braucht Zeit.“
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Autorin: Kristina Vaillant |
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Veröffentlichungsdatum: 21.06.2011 |
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