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Internationale Exzellenznetzwerke
Nobelpreisträger Erwin Neher eröffnet Deutsch-Spanische Hochschultage in Madrid
Erfahrungsaustausch über die ''Exzellenzinitiativen'' in Deutschland und Spanien (c) Liesa Johannssen/DAAD
Erfahrungsaustausch über die ''Exzellenzinitiativen'' in Deutschland und Spanien (c) Liesa Johannssen/DAAD
Unter dem Titel ''Internationale Exzellenznetzwerke: Perspektiven für die deutsch-spanische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung'' organisierte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vom 6. bis 7. Juni Deutsch-Spanische Hochschultage an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM). Die Veranstaltung war Teil der ''Deutschland-Wochen'', die noch bis Ende Juni unter der Schirmherrschaft von König Juan Carlos I und Bundespräsident Christian Wulff spanienweit stattfinden. Festredner anlässlich der Eröffnung war der deutsche Nobelpreisträger, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erwin Neher, der vielfältige Kontakte zu spanischen Fachkollegen und Institutionen unterhält.
Erwin Neher, Direktor am Göttinger Max Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Nobelpreisträger in Medizin / Physiologie
Erwin Neher, Direktor am Göttinger Max Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Nobelpreisträger in Medizin / Physiologie
© Liesa Johannssen/DAAD
Bereits Anfang der 1990er Jahre forschte Erwin Neher als Preisträger des spanischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft und der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Medizinischen Fakultät der UAM, die ihn wenig später, ebenso wie die Universität Alicante, mit der Ehrendoktorwürde auszeichnete. Seit 2009 ist er zudem Ehrenmitglied der Real Academia Nacional de Farmacia.

Als Direktor am Göttinger Max Planck-Institut für Biophysikalische Chemie arbeitet Neher eng mit der im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Graduiertenschule für Neurowissenschaften und molekulare Biowissenschaften (GGNB) der Universität Göttingen zusammen. Ihrerseits verfügt die UAM als Campus de Excelencia Internacional in Zusammenarbeit mit Instituten des spanischen Forschungsrats CSIC über ein annähernd analoges Kooperationsmodell wie das Göttinger Max Planck-Institut und die GGNB – ebenfalls mit einem Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitsforschung. Die sich an den Festvortrag anschliessende Podiumsdiskussion zum Thema „Forschungskooperation und Doktorandenausbildung: Beispiele der deutschen Exzellenzinitiative und des spanischen Programms Campus de Excelencia Internacional” bot daher Anlass zu einem fruchtbaren deutsch-spanischen Erfahrungsaustausch.

Dr. Annette Julius, Leiterin der Programmabteilung Nord des DAAD, und Prof. Dr. José María Sanz, DAAD-Alumnus und Rektor der Universidad Autónoma de Madrid, bei der Eröffnung der Deutsch-Spanischen Hochschultage
Dr. Annette Julius, Leiterin der Programmabteilung Nord des DAAD, und Prof. Dr. José María Sanz, DAAD-Alumnus und Rektor der Universidad Autónoma de Madrid, bei der Eröffnung der Deutsch-Spanischen Hochschultage
© Liesa Johannssen/DAAD
Neben Erwin Neher wirkten eine Reihe weiterer Perönlichkeiten aus Wissenschaft, Hochschule und Politik an der Eröffnung der Deutsch-Spanischen Hochschultage mit. Darunter der Staatssekretär für Hochschulen im spanischen Bildungsministerium, Màrius Rubiralta, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Spanien, Reinhard Silberberg, der Vizepräsident des spanischen Forschungsrates CSIC, José Juan Sánchez, der Generaldirektor der spanischen Schwesterorganisation des DAAD, Fundación Universidad.es, José Manuel Martínez, sowie der Rektor der UAM, José María Sanz. In ihrem Grußwort zeigte sich die Leiterin der Programmabteilung Nord im DAAD, Annette Julius, sehr angetan, dass nahezu sämtliche, an der Veranstaltung teilnehmenden Entscheidungsträger der spanischen Hochschul- und Forschungslandschaft – als Alumni des DAAD, der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Max Planck-Gesellschaft oder als ehemalige Gastwissenschaftler – Deutschland in besonderer Weise verbunden sind. „Diese gut sichtbare Zusammenarbeit an der Spitze baut auf einem sehr breiten und wachsenden Fundament auf“, betonte auch Botschafter Silberberg in seiner Eröffnungs-ansprache.

v.l.n.r.: Botschafter Reinhard Silberberg, Christine Arndt, Leiterin des DAAD-Informationszentrums in Spanien und Nobelpreisträger Erwin Neher.
v.l.n.r.: Botschafter Reinhard Silberberg, Christine Arndt, Leiterin des DAAD-Informationszentrums in Spanien und Nobelpreisträger Erwin Neher.
© Liesa Johannssen/DAAD
Nach soeben veröffentlichten Angaben der Europäischen Kommission ist Spanien nicht nur seit 10 Jahren unangefochtenes Zielland Nr. 1 im ERASMUS-Programm, sondern hat 2009/2010 auch als Entsendeland die ehemaligen Spitzenreiter Frankreich und Deutschland überholt. Der „Hochschulkompass“ der HRK verzeichnet aktuell 1.884 Kooperationsabkommen zwischen deutschen und spanischen Hochschulen. Damit liegt Spanien in dieser weltweiten Statistik nunmehr auf Platz 2 in der Beliebtheit deutscher Hochschulen – nach Frankreich (2.591) und vor Großbritannien (1.705), den USA (1.581) und Italien (1.509). Inzwischen stellen spanische Studierende – vor ihren Kommilitonen aus Frankreich und Polen – sogar die größte Ländergruppe unter den ERASMUS-Stipendiaten in Deutschland.

Entsprechend erfreulich war daher auch das Interesse des vorwiegend jüngeren Publikums, das sich anlässlich der Deutsch-Spanischen Hochschultage in unterschiedlichen Bereiche umfassend über Studien-, Promotions- und Forschungsmöglichkeiten in Deutschland informieren konnte. Den Abschluss bildete ein interkulturelles Trainingsseminar, mit dem DAAD-Lektorinnen und -Lektoren aus Spanien die Kursteilnehmer auf ihren bevorstehenden Aufenthalt an deutschen Hochschulen vorbereiteten.


Autorin:
Christine Arndt

Veröffentlichungsdatum: 15.06.2011
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Kontakt:
Christine Arndt, DAAD-Informationszentrum Barcelona
Tel.: +34 93 42 440 10, E-Mail: info@daad.es

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