Kim Hwang-Sik
DAAD-Alumnus Kim Hwang-Sik ist neuer koreanischer Premierminister
Koreanischer Premierminister Kim Hwang-Sik
Koreanischer Premierminister Kim Hwang-Sik
''Ich bin überzeugt, nur weil ich ADeKo-Vorstandsmitglied bin, bin ich Premierminister geworden,'' scherzte der ehemalige DAAD-Stipendiat und ADeKo-Vorstand Kim Hwang-Sik in seiner Dinneransprache zum ADeKo-Symposium ''Wissenschaftspolitik des 21. Jahrhunderts'' am 8. Oktober. Seit dem 1. Oktober 2010 ist er der 41. Premierminister Koreas. Der heute 62-jährige Kim erhielt von 1978 bis 1979 ein Jahresstipendium des DAAD. Er studierte Jura an der Universität Marburg, wo er sich vor allem für das deutsche Zivilrecht interessierte. Noch heute ist er dem DAAD und seiner Alma Mater sehr verbunden.
Gruppenbild mit Kim Hwang-Sik
Gruppenbild mit Kim Hwang-Sik
© Bora Kim
Als Vorstandsmitglied des Alumninetzwerks Deutschland Korea (ADeKo) setzt er sich getreu dem Motto ''Verbinden – Stärken – Fördern'' für die Stärkung der deutsch-koreanischen Beziehungen auf politischer, akademischer, wirtschaftlicher, technologischer und kultureller Ebene ein. ADeKo ist ein landesweites Netzwerk von Deutschland-Alumni mit inzwischen 49 Vereinen - darunter auch der DAAD-Alumniverein Korea -, das 2008 gegründet wurde. Seit 2006 stellt das BMBF dem DAAD Sondermittel für die Koordination des Netzwerks zur Verfügung. Seit 2010 wird ADeKo auch vom koreanischen Bildungsministerium MEST unterstützt. ''Damals, als ich in Deutschland war'', erinnert sich Premierminister Kim, ''habe ich von dem Wunder am Rhein gehört, denn Deutschland war ein Land, das sich mit seinen Nachbarländern versöhnt hat.'' Dies hat ihn tief beeindruckt und in seiner weiteren Arbeit bestimmt.
Bevor Kim sein neues Amt übernahm, war er zwei Jahre lang der 21. Vorsitzende des koreanischen Rechnungshofes und gleichzeitig seit 2009 Generalsekretär bei der Asian Organisation of Supreme Audit Institutions. Zuvor war er nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung viele Jahre lang als Richter tätig, zuletzt am Obersten Gerichtshof Südkoreas.
Die Aufgaben im Rahmen der DAAD Alumniarbeit und innerhalb des ADeKo-Netzwerks sind ihm ein ernsthaftes Anliegen, da er darin eine ''stabile Brücke'' in den deutsch-koreanischen Beziehungen sieht. Die Arbeit bei ADeKo wird er als dessen Vorstandsmitglied auch neben seinem neuen Amt fortsetzen: ''Ich werde meinerseits als ein Mitglied von ADeKo als Premierminister alle Aktivitäten vollends unterstützen und werde sehr aktiv daran teilnehmen.'', versicherte er.

Bericht: Karin Möller, DAAD


Veröffentlichungsdatum: 21.10.2010
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