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Indien/Deutschland |
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Beginn einer Fernbeziehung |
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Das WISE-Stipendienprogramm bringt indische Studenten für dreimonatige Praktika an Hochschulen und Forschungsinstitute in Deutschland – für viele ist es der Beginn einer längeren Beziehung zur deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft.
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Für Arpit Agal ist es der zweite große Schritt in seinem Leben. Der erste führte ihn von seinem Heimatort Bhilwara im indischen Bundesstaat Rajasthan zum Studium in die Millionenstadt Mumbai, an das renommierte Indian Institute of Technology. Der zweite führte ihn jetzt als WISE-Stipendiat des DAAD nach Berlin, an das Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität. Für den 21-jährigen Bachelor-Studenten ist es der erste Auslandsaufenthalt. „Hier war plötzlich alles anders, als ich es bisher gewohnt war“, sagt er. Drei Monate arbeitet Agal als Praktikant an einem Forschungsprojekt im Bereich theoretische Chemie mit. „Ich wollte unbedingt die Erfahrung machen, eine völlig andere Kultur kennen zu lernen und einen Einblick in Forschungsarbeit außerhalb von Indien bekommen“, sagt Agal. „Das Stipendium war eine goldene Chance für mich.“
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300 indische Studierende in Berlin - für viele beginnt eine längere Beziehung zu Deutschland
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Praktikanten arbeiten bei Doktoranden mit
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Knapp 300 indische Studenten aus Natur- und Ingenieurwissenschaften kamen letzte Woche zum diesjährigen WISE-Stipendiatentreffen in Berlin zusammen. Sie alle absolvieren für ein bis drei Monate ein Praktikum an deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten, unterstützen deutsche Doktoranden bei der Forschung und bekommen so bereits während des Bachelor-Studiums einen Einblick in die deutsche Hochschul- und Forschungslandschaft. Das WISE-Programm ist Teil der Initiative „A New Passage to India“, die den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Indien fördern soll, und bis 2012 vom Bundesforschungsministerium mit jährlich rund drei Millionen Euro finanziert wird.
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Stipendiaten vor der indischen Botschaft: Deutsche Forschung liegt im Trend
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Auf Empfehlung von Alumni in Berlin
„Ich hatte in Indien gehört, dass es in Deutschland gute Forschung geben soll und im Bereich theoretischer Chemie besonders an der FU in Berlin“, sagt Agal. „Freunde von mir waren bereits mit einem WISE-Stipendium in Deutschland und haben mir empfohlen, mich zu bewerben.“ Er nahm Kontakt auf zum Institut für Chemie und Biochemie der FU, bewarb sich beim DAAD und wurde ausgewählt. Jetzt hat er einen Büroplatz an der FU und simuliert zusammen mit deutschen Doktoranden Elektronenbewegung in Benzol-Molekülen. Seine Forschungsarbeit stellte er beim Stipendiatentreffen vor.
„Bei uns gibt es schon seit einigen Jahren einen Trend, dass Studenten an bekannte Forschungseinrichtungen in Deutschland gehen“, sagt auch Abhijit Mukhopadhyay (22), der am Indian Institute of Technology in Guwahati Elektrotechnik studiert. Als WISE-Stipendiat ist er an der TU in Berlin am Heinrich-Hertz-Lehrstuhl für Informationstheorie und theoretische Informationstechnik untergekommen.. „Das WISE-Stipendium war für mich der Auslöser, mich für ein Praktikum in Deutschland zu bewerben.“ An der TU programmiert er jetzt Algorithmen, um die Nutzung kleinräumiger Mobilfunknetze auf der Basis von Femtozellen zu optimieren. Und für die Zeit nach seinem Bachelor-Abschluss schaut er sich bereits nach Institutionen in Deutschland um, bei denen er sich für ein kombiniertes Master- und Doktorandenprogramm bewerben könnte.
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Autor: Mirco Lomoth |
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Veröffentlichungsdatum: 19.07.2010 |
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