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ERASMUS-Jahrestagung |
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Von Chipkarten und Soft Skills |
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Erfreuliche Zahlen bei der ERASMUS-Jahrestagung: Die Zahl der Geförderten erreicht eine neue Rekordmarke. Sie könnte aber noch höher sein. Die Hochschulen fordern flexible Förderzeiten und höhere Fördermittel – auch die Anerkennung von Soft Skills wurde diskutiert.
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"raus!": Mit ihrer Maus gewann die Universität Regensburg auf der ERASMUS-Tagung einen Plakat-Wettbewerb
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| © Eric Lichtenscheidt |
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Wir schreiben das Jahr 2017. ERASMUS-Studierende besitzen Chipkarten, auf denen sie Credits für ihre Studienleistungen im Ausland sammeln. Die Credits werden bei der Rückkehr automatisch dem Studienkonto gutgeschrieben. Über die Chipkarte haben die Studierenden Zugriff auf ihre ERASMUS-Fördersumme. Mit einer lebenslangen ID sind sie Teil eines internationalen ERASMUS-Alumni-Netzwerks. Für Baldur Veit, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Hochschule Reutlingen, sieht so die Zukunft aus. „Das würde uns eine Menge Bürokratie ersparen“, sagt er.
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Osteuropa auf dem Vormarsch
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Die beliebtesten Länder für deutsche Studierende sind nach wie vor Großbritannien, Spanien und Frankreich, jedoch werden die neuen EU-Länder und die Türkei attraktiver. Bei deutschen Dozenten ist Polen sogar das beliebteste Zielland nach Spanien. „Kooperationen zwischen polnischen und deutschen Hochschulen haben eine lange Tradition“, sagt Anna Atlas von der polnischen ERASMUS-Agentur. „Es gibt inzwischen viele englischsprachige Angebote, die den Austausch erleichtern.“ Das Programm ist auch bei polnischen Studierenden beliebt: Die Zahl der Geförderten stieg von etwa 1.500 im Jahr 1998 auf mehr als 11.000. Erfreulich daran sei, dass die Studierenden danach in ihre Heimat zurückkehren, so Anna Atlas. Sie hätten dann gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
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Bode fordert: ERASMUS-Budget verdoppeln
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Große Einigkeit herrschte auf der Tagung, als DAAD-Generalsekretär Christian Bode von den EU-Mitgliedsländern forderte, das Budget für ERASMUS zu verdoppeln und die Förderzeiten flexibel zu gestalten. Thomas Hoffmann von der Fachhochschule Nordhausen schlug beispielsweise ERASMUS-Gutscheine vor: Studierende erhalten zwei Jahre Förderzeit zugesichert, die sie über Studium und Berufsleben verteilen können.
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Besondere Verdienste: DAAD-Generalsekretär Christian Bode (2.v.r.) und Ulrike Dorn erhielten den ERASMUS-Preis. Jordi Curell Gotor (l) von der Europäischen Kommission und Christian Stertz (r) vom Bildungsministerium gratulierten
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| © Eric Lichtenscheidt |
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Umstritten: Soft Skills als Studienleistung
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Abschließend entstand eine Diskussion um die Frage, ob Hochschulen Soft Skills als Studienleistung anerkennen sollen. LMU-Vizepräsident Putz lehnt dies ab: „Credits sollte es nur für fachliche Leistungen geben, sonst würde die Qualität des Programms leiden.“ Christian Bode widersprach: „Wir müssen interkulturelle Erfahrungen anerkennen. Gerade sie machen das Auslandsstudium so wertvoll“.
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Ausgezeichnet Zum zweiten Mal wurde der ERASMUS-Preis für besondere Verdienste bei der Umsetzung des Programms vergeben.
Die Preisträger 2010:
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Christian Bode, DAAD |
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Marcus Kreutler/Stefanie Brüning, TU Dortmund |
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Jean Schleiß, Ludwig-Maximilians-Universität München |
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Nikola Elisabeth Schwaiger, Hochschule Albstadt-Sigmaringen |
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Ingo Mose, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg |
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Christopher Moss, Philipps-Universität Marburg / Fachhochschule Nordhausen |
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Ulrike Dorn, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn |
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Wolfgang Deichsel, Evangelische Hochschule Dresden |
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Bernhard Schipp, Technische Universität Dresden |
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faranto e.V., Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden |
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Werner Kleinert, Humboldt-Universität zu Berlin |
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Autor: Boris Hänßler |
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Veröffentlichungsdatum: 28.06.2010 |
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© DAAD |
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