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PROFIN-Bilanz |
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Kleine Geste - große Wirkung |
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Ausländische Studierende fühlen sich an deutschen Hochschulen oft nicht genügend einbezogen. Das PROFIN-Programm soll das ändern und dafür sorgen, dass Gaststudierende an ihrer Hochschule und in Deutschland auch wirklich ankommen. Denn Integration ist ein wichtiger Faktor für den Studienerfolg.
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„Wir freuen uns auf Dich!“
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Wer als ausländischer Studierender im nächsten Semester an der Fachhochschule Koblenz sein Studium beginnt, erhält gleich bei der Einschreibung einen Zettel mit der Nachricht: „Wir freuen uns auf Dich!“ sowie Informationen, an wen er sich mit Fragen wenden kann. Eine kleine Geste, aber ein wichtiger Schritt, um ausländischen Studierenden von Anfang an das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind.
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Viele Gaststudierende haben Probleme, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden. PROFIN-Projekte erleichtern ihre fachliche und soziale Integration
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| © Stefan Zeitz |
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„Viele Gaststudierende haben Probleme, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden“, sagt Janina Hertel, die seit 2009 das PROFIN-Projekt „Integration im Fachbereich“ der FH Koblenz koordiniert, wo rund 700 Ausländer vor allem technische und betriebswirtschaftliche Fächer studieren. „Es geht darum, dass sie von Anfang an einen Ansprechpartner haben und fachlich und sozial einen guten Einstieg ins Studium finden.“
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Wie steht Deutschland zu Integration und Bildung? Politiker Cem Özdemir stellte diese Frage auf der PROFIN-Bilanztagung zur Diskussion
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| © Stefan Zeitz |
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Mentoren und Tutoren begleiten Neuankömmlinge
Die FH Koblenz bildet dafür deutsche und ausländische Studierende aus höheren Semestern zu Tutoren und Mentoren aus, die Neuankömmlingen in ihrem Fachbereich zur Seite stehen, sie fachlich und bei der Organisation des Studiums unterstützen, bei Behördengängen begleiten oder mit auf eine Party nehmen. Die Mentoren können zudem den Kurs „Kompetenz für Integration und Moderation“ belegen und sich als Wahlpflichtfach anrechnen lassen. Ein Semester lang entwickeln sie Angebote für ausländische Studierende und Veranstaltungen, bei denen sich deutsche und internationale Kommilitonen näher kommen: Von Drachenboot-Rennen über Theaterkurse bis zu internationalen Begegnungsfesten.
Die Koblenzer Initiative ist eine von deutschlandweit 111 Projekten des PROFIN-Programms, das der DAAD koordiniert und das Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2009 bis 2012 mit insgesamt gut neun Millionen Euro finanziert. Ziel ist, dass die Hochschulen die Angebote nach Ablauf der Förderung selbst weiter finanzieren. „Bei dem Vorgängerprogramm PROFIS ist das gut gelungen, immerhin wurde die Hälfte der geschaffenen Stellen fortgeführt“, sagte Almut Lemke, DAAD-Programmkoordinatorin, am Rande einer zweitägigen Bilanztagung Mitte Juni in Berlin.
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PROFIN will zu einer geringeren Abbrecherquote beitragen. „Wenn ausländische Studierende hier eine gute Ausbildung bekommen, stärkt das schließlich auch den Bildungsstandort Deutschland“, sagte Hertel. In Koblenz wollen sie das PROFIN-Projekt daher noch ausweiten. „Wir werden im nächsten Semester zweisprachige Tutorien in den Fachbereichen anbieten, damit ausländische Studierenden von Anfang an mithalten können.“ Es ist eine Fortsetzung dessen, was mit einer kleinen Geste bei der Einschreibung beginnt.
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PROFIN ist bundesweit bekannt 46 Modellprojekte an Hochschulen von Kiel bis Freiburg und Aachen bis Frankfurt/Oder stellt die im Juni erschienene Publikation „PROFIN: Vielfalt fördern – eine Zwischenbilanz“ vor. Die Projekte sind zur Nachahmung empfohlen.
Download unter: |
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Autor: Mirco Lomoth |
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Veröffentlichungsdatum: 22.06.2010 |
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© DAAD |
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