 |
Deutsch-arabische Studiengänge |
 |
Regional denken - mit interkulturellem Wissen |
|
Studierende der bikulturellen deutsch-arabischen Masterprogramme erfuhren in Berlin mehr über den Zusammenhang zwischen Entwicklungs-, Wirtschafts-, Außen- und Kulturpolitik. Ein Fazit: Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien müssen die arabischen Länder auch stärker untereinander kooperieren.
|
 |
|
Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik dürften Aljawabra künftig nicht fehlen: Anfang Juni konnte er sich bei dem Seminar „German-Arab Cooperation in Development, Business, Culture and Politics“ in Berlin eine Woche lang mit deutschen Ministerien und Förderinstitutionen und deren Projekten zur deutsch-arabischen Zusammenarbeit vertraut machen. Ausgerichtet wurde das Seminar vom DAAD und der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft (DAFG). Das Ziel: den Teilnehmern den Zusammenhang zwischen Entwicklungs-, Wirtschafts-, Außen- und Kulturpolitik zu vermitteln und ihnen das deutsche parlamentarische und Regierungssystem näher zu bringen.
|
 |

|
 |
|
Hängt zusammen: Entwicklungs-, Wirtschafts-, Außen- und Kulturpolitik werden auf der Seminarwoche in Berlin diskutiert
|
| © Martin Sasse |
 |
|
|
Insgesamt kamen 37 deutsche und arabische DAAD-Stipendiaten nach Berlin – allesamt Studierende der drei deutsch-arabischen Masterstudiengänge, die der DAAD im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgelegt hat. Diese Master-Programme sollen arabische und deutsche Nachwuchs- und Führungskräfte für die Gestaltung der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit qualifizieren. Sie werden jeweils von einer deutschen und einer arabischen Hochschule getragen: „Integrated Water Resources Management“ (Amman, Köln), „Economic Change in the Arab Region“ (Damaskus, Marburg) und „Renewable Energies/Energy Efficiency for the MENA Region“ (Kairo, Kassel).
|
|
In der Region kooperieren
|
|
Auch Aljawabra hat bereits Pläne für die Zukunft: Seine Master-Arbeit möchte er über Förderstrukturen für Erneuerbare Energien in Syrien schreiben. „Die Technik für Wind- und Solarenergie kann man kaufen, aber die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen wir selber bereitstellen“, begründet er seinen thematischen Fokus. Den Master begreift er als Chance, sein ohnehin schon großes Netzwerk im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Dabei sei der Kontakt zu deutschen Kommilitonen ebenso wichtig wie zu arabischen. „Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien müssen die arabischen Länder auch untereinander kooperieren“, sagt Aljawabra. Ägypten übernimmt in der Region die Vorreiterrolle beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ähnliches auch in Syrien zu erreichen – das wäre sein Traum.
|
|
 |
Autor: Dietrich von Richthofen |
 |
Veröffentlichungsdatum: 24.08.2010 |
 |
 |
|
|
 |
|
|
 |