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„So sieht die Landschaft in der Umgebung von Valencia aus“, sagt Sandrina Zech und zeigt auf ein Brett mit bunt gefärbten Sägespänen. Die Neunjährige hat zusammen mit 50 anderen Viertklässlern der Grundschule Wolperath-Schönau bei Köln ein begehbares Pappmodell gebaut. Schaut man von innen aus dem Fenster, sieht man auf der einen Seite spanische Landstriche aus bunten Sägespänen, auf der anderen Modelle deutscher Fachwerkhäuser – links die Skylines von Valencia, Madrid und Barcelona, rechts die von Köln, Berlin und München.
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Spanische und deutsche Landschafen im Modell: Grundschüler lernen die Unterschiede kennen
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| © DAAD |
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Unterschiede und Gemeinsamkeiten
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Das deutsch-spanische Modell soll die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Architektur und Landschaft in Spanien und Deutschland verdeutlichen. Es entstand als Unterrichtsprojekt von „Europa macht Schule“. „Wir wollten, dass die Kinder durch Architektur etwas über Spanien lernen“, sagt Míriam García Ibañez (22), die das Projekt zusammen mit Saraih del Cid Martínez (22) geleitet hat. Die Architekturstudentinnen aus Valencia verbringen zwei Auslandssemester an der Fachhochschule Köln – und haben sich freiwillig für „Europa macht Schule“ gemeldet. „Für mich war es eine gute Gelegenheit, den Alltag an einer deutschen Schule kennen zu lernen“, sagt García Ibañez.
Am 4. Juni stand ihr Modell im Wappensaal des Berliner Rathauses. Bei der Abschlussveranstaltung des Programmjahres stellten sich über 20 Europa-macht-Schule-Projekte mit einem Bühnenprogramm oder einem Stand vor – stellvertretend für insgesamt rund 170 in 27 Städten. Schüler der Corrie-ten-Boom Realschule in Berlin erklärten dem Publikum, warum Schweden weitaus mehr ist als nur Ikea und Köttbullar, Zwölftklässler des Ludwig-Erhard-Berufskollegs in Bonn demonstrierten die feinen Unterschiede bei Alltagsgesprächen und Lautmalereien auf Deutsch und Französisch – im Stile der Arte-Sendung Karambolage.
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"Wissen baut Vorurteile ab", sagt Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (2.v.l.)
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| © Sebastian Tennler |
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„Es geht darum Europa erlebbar zu machen“, sagte der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, der in seiner Grußrede die Bedeutung des europäischen Austauschs hervorhob. Gerade in der aktuellen Finanzkrise habe sich gezeigt, dass viele Menschen nicht verstehen, warum sie sich zum Beispiel gegenüber Griechenland solidarisch zeigen sollten. „Um Vorurteile gegenüber Nachbarn abzubauen, muss man Wissen haben und die Möglichkeit, sich zu begegnen – dieses Programm beginnt früh damit“, sagte er.
„Für die Kinder ist es sehr beeindruckend, wenn jemand zu ihnen kommt und ihnen ein persönliches Bild von seinem Heimatland vermittelt“, sagt Madlen Hunger, Koordinatorin und Mitbegründerin von „Europa macht Schule“. Das Programm entstand 2006 auf Initiative engagierter Studierender und wurde von dem Verein Europa macht Schule e.V. zunächst ehrenamtlich organisiert. Seit dem letzten Jahr ermöglicht die Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Einrichtung einer Koordinierungsstelle beim DAAD – und so auch die Ausweitung des Programms von 12 auf 27 Städte.
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