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AA-Sonderprojekt 2010: ''Bildungspartnerschaften'' |
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Stipendienprogramme: Eine Chance für kluge Köpfe |
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Recherche am Rechner mit deutschen Kommilitonen; © Jan Greune
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Vielfältige Stipendienprogramme sind ein wichtiges Instrument der Außenwissenschaftspolitik des Auswärtigen Amts und werden von diesem finanziert. Sie ermöglichen internationalen Spitzenkräften von morgen Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland. Zugleich legen sie die Basis für Wissenspartnerschaften mit klugen Köpfen in der ganzen Welt. Jun Zhu, Jurist aus China und Doktorand in Göttingen, ist einer von ihnen. Er wird, wie andere hochqualifizierte junge Akademikerinnen und Akademiker aus dem Ausland, vom DAAD gefördert.
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Jun Zhu gehört einem weltweiten Netzwerk an, das schon heute mehr Mitglieder hat als die Stadt Frankfurt am Main Einwohner: 710.000 internationalen Studierenden, Graduierten, Doktoranden und Wissenschaftlern hat der DAAD seit 1950 mit einem Stipendium die Chance gegeben, Deutschland kennenzulernen. Auch Jun Zhu reiste mit einem DAAD-Stipendium im Gepäck im Herbst 2008 von Nanjing nach Göttingen, mit einem klaren Ziel: Der chinesische Jurist promoviert an der Georg-August-Universität, einer der neun deutschen Exzellenzuniversitäten.
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Mehr Stipendien durch die Initiative Außenwissenschaftspolitik
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Stipendien für hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler sind ein wichtiges Instrument der deutschen Außenwissenschaftspolitik. Im Jahr 2010 fördert das Auswärtige Amt im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Wissenschaft, Forschung und Entwicklung mit insgesamt 230 Millionen Euro. Mit der 2009 gestarteten Initiative Außenwissenschaftspolitik wird das bestehende Stipendienangebot noch erheblich ausgebaut: Insgesamt stellt das Auswärtige Amt rund 140 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung für Gaststudierende und Wissenschaftler aus dem Ausland zur Verfügung. Die meisten dieser Stipendien werden über den DAAD vergeben. Weitere wichtige Partner sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Politischen Stiftungen und das Deutsche Archäologische Institut.
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Jun Zhu und Professor Krause in der juristischen Fachbibliothek
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| © Jan Greune |
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Leidenschaft für das Promotionsthema
Jun Zhu, Jahrgang 1982, brachte ideale Voraussetzungen für die Bewerbung um ein DAAD-Stipendium mit: hervorragende Noten, einen Bachelorabschluss in Germanistik, einen Doppel-Magister des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaften in Nanjing – und viel Leidenschaft für Jura. "Sein Engagement gefällt mir sehr", sagt sein Betreuer Professor Krause, zugleich seit 2009 Mitdirektor des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaften in Nanjing. "Manchen geht es nur um den Doktortitel, aber Herr Zhu will den Dingen auf den Grund gehen". Das Arbeitsrecht, ein sich schnell veränderndes juristisches Feld von international großer gesellschaftlicher Bedeutung, findet der chinesische Jurist spannend: "China ist heute mit vielen Problemen konfrontiert, die in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgetreten sind", sagt er. Deshalb untersucht Jun Zhu in seiner Doktorarbeit, wie sich die "Mankohaftung", also die Verantwortlichkeit von Arbeitnehmern vor allem für Kassenfehlbeträge, in Deutschland entwickelt hat. Für die chinesische Rechtswissenschaft ist nicht nur dieser Teil des Arbeitsrechts noch weitgehend Neuland. Jun Zhus Thema hat auch für Deutschland Relevanz. "Durch Reformen in den letzten Jahren gibt es neuen Forschungsbedarf", sagt Professor Krause, "daher sind die Ergebnisse auch für mich interessant". Jun Zhu schätzt an seinem Doktorvater, der auch drei chinesische DAAD-Magisterstipendiatinnen aus Nanjing betreut, dass er sich viel Zeit für ihn nimmt, immer ansprechbar ist. "Er gibt mir viele gute Anregungen", sagt Jun Zhu "und auch Möglichkeiten, Vorträge zu halten, zum Beispiel in der Sommerschule des Deutsch-Chinesischen Instituts".
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Lesen Sie mehr zu den Bildungspartnerschaften auf der Website des Auswärtigen Amts:
- Interview mit Dr. Helmut Blumbach, Leiter der Programmabteilung Süd im DAAD - Infoboxen mit prominenten DAAD-Alumni - Zahlen und Fakten rund um die Stipendienprogramme - Links rund um die Stipendienprogramme |
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Autorin: Janet Schayan |
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Veröffentlichungsdatum: 19.05.2010 |
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