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Soirée |
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Besonders und sehr exklusiv |
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Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD stellt seine neuen Gäste vor – alle mit ihrem eigenen Berlin vor Augen. Das weltweit renommierte Stipendienprogramm fördert Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik und Film.
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„Das ist eine Investition in die Kulturmetropole Berlin“, lobt Berlins Kultur-Staatssekretär André Schmitz das Berliner Künstlerprogramm (BKP) des DAAD. „Wir wissen, was wir an diesem Programm haben.“ Es genieße großes internationales Renommee und trage zur Internationalisierung von Berlin bei. Eine Vorschau auf das, was die 19 Stipendiaten des Jahrgangs 2010 der Stadt zu bieten haben, war im Festsaal des Roten Rathauses in Berlin zu erleben. „Vorhang auf ...“ hieß es für sechs Gäste des BKP: Zwei Komponisten, ein bildender Künstler, ein Filmemacher und zwei Schriftsteller gaben einen Einblick in ihre aktuelle Arbeit, die sie nun in ihrem Berliner Jahr fortsetzen werden.
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BKP-Gast Simon Steen-Andersen (Mitte) mit Musikern des Kairos Quartetts
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| © Krzysztof Zielinski |
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Sechs Künstler stellen sich vor
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Das Stück „Sur le fil“ des französischen Komponisten Frédéric Pattar, Jahrgang 1969, trugen zwei Streicher des Kairos Quartetts vor. Die junge türkische Schriftstellerin Sema Kaygusuz, 1972 in Samsun an der Schwarzmeerküste geboren, sprach mit Moderatorin Verena Auffermann über türkische Erzähltraditionen und ihren ins Deutsche übersetzen Roman „Wein und Gold.“ Brandt Junceau, bildender Künstler, geboren 1959 in New York, gab in einer kleinen Vorlesung Einblick in seine sehr spezielle Auseinandersetzung mit Plastiken, deutschen Bildhauern und deren Einfluss auf die Kunstszene in den Vereinigten Staaten. Der aus Haiti stammende Schriftsteller Louis-Philippe Dalembert (Jahrgang 1962) berichtete von den Bildern seiner Kindheit, dem Hafen von Port-au-Prince und einem Freiluftkino, dessen fehlender Ton die Phantasie ungemein anregte. Der 1966 im Libanon geborene Video-Künstler Akram Zaatari zeigte in seinem elfminütigen Film „Nature Morte“ einen arabischen Bombenbauer, der mit der gleichen gelassenen Aufmerksamkeit seiner Arbeit nachgeht wie der Kollege im Hintergrund, der eine Jacke näht. Und zum Abschluss brachte der Komponist Simon Steen-Andersen, geboren 1976 in Dänemark, wieder mit Musikern des Kairos Quartetts sein Werk „Study For String Instrument No. 2“ zu Gehör.
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Schriftstellerin Sema Kaygusuz (rechts) im Gespräch mit Moderatorin Verena Auffermann
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| © Krzysztof Zielinski |
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Aufregendes Stück neuer Kultur
Der Abend, bunt und anregend, voller Humor und Schrecken, sperrig, unterhaltsam und verstörend, war gleichsam ein Spiegel der sehr heterogenen Gruppe von Temperamenten, die in den kommenden Monaten von Berlin aus ihre künstlerische Arbeit vorantreiben werden. „Unsere Gäste sind Vertreter einer neuen, globalen Künstlergeneration aus den neuen Epizentren zwischen Brasilien und China, die uns Europäern neue Perspektiven eröffnen und uns in neue kulturelle Räume führen, abseits des einst vorherrschenden Eurozentrismus“, sagte Katharina Narbutovič, Leiterin des BKP. Tatsächlich liest sich die Liste der BKP-Gäste seit den frühen sechziger Jahren wie ein Stück globaler Kulturgeschichte. Heute sind es jene Vertreter der „global literature“, kaum noch national verortbar und nur mit „Luftwurzeln“ (Narbutovič) der Welt verbunden, die das Berliner Künstlerprogramm zu einem aufregenden Stück neuer Kultur machen.
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Das weltweit renommierte Stipendienprogramm für Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik und Film passe gut zu Berlin, betonte Kultur-Staatssekretär Schmitz. Gerade auch die Freiheit der Gäste, von denen keine unmittelbare künstlerische Gegenleistung erwartet wird, mache die hohe Qualität des Programms aus. Annette Julius, Leiterin des Berliner DAAD-Büros hob das BKP als „besonders und sehr exklusiv“ im Rahmen des DAAD hervor und führte dem Publikum die „Dichte von weltberühmten Gästen, die sich im Laufe der vergangenen 47 Jahre eingefunden haben“ vor Augen.
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Anregend und unterhaltsam: das Publikum genießt die Soirée
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| © Krzysztof Zielinski |
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Zur Vorstellung der neuen BKP-Gäste waren zwei Staatssekretäre des Berliner Senats gekommen. Neben André Schmitz begrüßte Barbara Kisseler, Chefin der Senatskanzlei, die neuen Gäste und gab ihnen eine Gebrauchsanweisung für ihre temporäre Heimat mit auf den Weg: „Berlin muss man immer im Plural denken.“
Offensichtlich hat jeder der neuen BKP-Gäste sein eigenes Berlin vor Augen. So will Sema Kaygusuz die Berliner Kultur erleben und an ihrem dritten Roman arbeiten, Louis-Philippe Dalembert hält Ausschau nach Fußball und Cafés und Brandt Junceau will in Berlin die Plastiken des von ihm hoch geschätzten deutschen Künstlers Georg Kolbe studieren.
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Autor: Horst Willi Schors |
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Veröffentlichungsdatum: 18.05.2010 |
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© DAAD |
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