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TU Braunschweig |
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Wertvolles Wasser |
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''Sustainable Water Management in Developing Countries'' heißt das Kompetenzzentrum für Entwicklungszusammenarbeit an der TU Braunschweig. Es wurde Mitte April offiziell eröffnet. Der DAAD fördert es mit vier anderen Zentren im Programm ''exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit''.
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Wasser ist lebenswichtig. Wasser ist kapp. Zu den zentralen Problemen im 21. Jahrhundert gehören der Erhalt und die Verteilung der wertvollen Süßwasserreserven des blauen Planeten. 1,2 Billionen Menschen haben in Entwicklungsländern keinen Zugang zu Trinkwasser und die Hälfte der Menschheit keine sanitären Einrichtungen oder Kläranlagen, während an anderer Stelle Süßwasser verschwendet wird. Effektives und nachhaltiges Wassermanagement ist die Aufgabe, der sich der „Think Tank“ für die Entwicklungszusammenarbeit stellt. Der DAAD fördert die fünf Projekte mit je bis zu fünf Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
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Trinkwasser: ein kostbares Gut, zu dem nicht alle Menschen Zugang haben
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| © DAAD |
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In Ländern des Nahen Ostens regnet es wenig und zugleich ist der Verdunstungsverlust hoch. Die Türkei, Syrien, Irak, Jordanien oder Ägypten haben daher alle mit der Wasserknappheit zu tun. „Also wird das Grundwasser ausgeschöpft,“ erklärt Müfit Bahadir, Professor für Ökologische Chemie und Abfallanalytik der TU Braunschweig und Leiter des neuen Zentrums „Excellence Center for Development – Sustainable Water Management“. Doch wo für den Alltag in Städten, die Landwirtschaft oder die Industrie zuviel Grundwasser abgepumpt wird, senkt sich der Grundwasserspiegel. „Das bedeutet, der Boden trocknet aus, Pflanzenwurzeln erreichen das Wasser nicht mehr und verdorren,“ sagt Bahadir. Das Land verwüstet – selbst in Industrieländern sind diese Effekte zu beobachten.
Ein anderes Problem, das Entwicklungsländer besonders hart trifft, ist die Verschlechterung der Trinkwasserqualität. „In ihren Küstengebieten entsteht durch das Absenken des Grundwasserspiegels ein Sog“, sagt Müfit Bahadir. Meereswasser strömt nach und das Grundwasser versalzt. „Wir müssen dringend in der Zusammenarbeit Modelle entwickeln, Grund- und Oberflächenwasser so zu nutzen, dass die Süßwasserressourcen der Erde nicht knapper werden“, so der Professor. Schließlich bauen sich die fossilen Wasserreserven nur über Hunderte von Jahren im Grundwasser neu auf.
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Neues Curriculum fördert Problembewusstsein
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Die Entwicklung eines Modellcurriculums gehört zu den ersten Aufgaben, die das neue Zentrum angeht. Im Juni 2010 soll diese Arbeit auf einem Wokshop an der Hanoi Water Resources University in Vietnam begonnen werden. „Wir definieren die Ausbildungsinhalte für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und loten Stärken und Schwächen in den Partnerinstitutionen aus“, sagt Zentrumsleiter Bahadir. Durch Mobilität der Studierenden und einen regen Austausch von Dozenten innerhalb des Netzwerks sollen zudem die Qualität der Ausbildung angehoben und Kapazitäten für nachhaltiges Wassermanagement weltweit gebildet werden.
Im Netzwerk des Zentrums befinden sich auch Partnerinstitutionen, die in ihren Ländern die Politik beraten. Das National Water Research Center in Kairo etwa oder das Scientific and Technological Research Council der Türkei (TÜBiTAK). „Von dort wird direkt in die Ministerien berichtet,“ sagt Bahadir. „Dadurch können wir tatsächlich auf den Umgang mit den Süßwasserressourcen der Erde Einfluss nehmen.“ Um die Erkenntnisse rasch in die Praxis umzusetzen, wird das Netzwerk mit der industriellen Wasserwirtschaft in den Partnerländern und in Deutschland zusammenarbeiten, etwa mit den in der German Water Partnership zusammengeschlossenen Unternehmen.
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Autorin: Bettina Mittelstraß |
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Veröffentlichungsdatum: 05.05.2010 |
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