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Alumni-Treffen: Auckland und Sydney |
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Deutschland eint |
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Neuseeland und Australien sind bei deutschen Studierenden sehr beliebt. In umgekehrter Richtung schwindet das Studieninteresse. Die ehemaligen australischen und neuseeländischen DAAD-Stipendiaten wollen künftig stärker für Deutschland werben. Dies bekräftigten sie auf den Alumni-Treffen.
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Auckland und Sydney waren im März Treffpunkt zahlreicher Deutschland-Alumni. Das Wiedersehen nach zwölf Jahren auf den vom DAAD organisierten Seminaren stieß auf große Resonanz. „Mehr als 100 Teilnehmer kamen nach Auckland und rund 150 nach Sydney“, berichtet Ursula Toyka-Fuong, DAAD-Referatsleiterin für Japan, Korea, Australien, Neuseeland und Ozeanien. Alumni aller Fachrichtungen und Förderprogramme waren eingeladen, außerdem ehemalige Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung und sogenannte „Freemover“. Ergebnis: spannende disziplinenübergreifende Gespräche.
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Alumni aus Neuseeland: "Der Austausch an Ideen und Freudschaften macht die Treffen wertvoll."
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Stipendien mit langfristiger Wirkung
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„Der Austausch der Ideen, Perspektiven und Freundschaften macht die Treffen sehr wertvoll“, lobte der neuseeländische Schriftsteller Philip Temple. Der ehemalige Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD verarbeitete seine Deutschland-Erfahrungen literarisch – unter anderem in „Jedem das Seine“. In dem Roman begibt sich ein junger Mann auf Spurensuche seines glorifizierten Vaters, der als Bomberpilot über Berlin für die Freiheit gestorben sein soll. Seine australische Kollegin Anna Funder kam 1987 als DAAD-Stipendiatin nach Berlin. Sie war fasziniert von der geteilten Stadt und kehrte nach dem Fall der Mauer zweimal dorthin zurück. Dabei hörte sie Lebensgeschichten von Menschen aus der DDR. In ihrem Buch „Stasiland“ erzählt sie davon. Das Buch erhielt 2004 den renommierten Samuel Johnson Prize und fand in Australien viele Leser.
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Neuseelands ältester DAAD-Alumnus, Professor und Autor Tony Taylor, wurde persönlich geehrt.
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Mannigfaltige Talente
Die Schriftstellerin ist von der Bandbreite der ehemaligen Geförderten begeistert: „Die australischen Alumni, das sind Linguisten und Naturwissenschaftler, Juristen und Maler, Radiomoderatoren und Schriftsteller, Musiker und Mediziner – es ist ein schönes Gefühl, zu einer so mannigfaltigen Gruppe von Talenten zu gehören, vereint durch das gemeinsame Interesse an Deutschland.“ Das DAAD-Jahresstipendium habe ihr Leben verändert, ist Anna Funder überzeugt: Dank der Deutschlanderfahrung habe sie als Autorin mit „Stasiland“ Karriere gemacht. Ein neuer Roman von ihr spielt unter Exilierten des Dritten Reiches. „Ohne Stipendium wäre ich wohl auch Schriftstellerin“, sagt Funder. „Aber ich würde andere Bücher schreiben.“
„Bridging the Distance – New Zealand and Germany in Dialogue“ war Thema des Treffens an der University of Auckland, mit einem vielbesuchten Workshop zu „Beziehungen zwischen Neuseeland und Deutschland – historische, gegenwärtige und akademische Perspektive“. In der Schluss-Diskussion ging es um die neuseeländische Hochschulpolitik: Deutsche Masterstudierende müssen für das Studium seit 2009 wieder Übersee-Gebühren bezahlen. Sie sind vier mal so hoch wie die lokalen Einschreibungsgebühren. Allerdings konnte der DAAD für seine Stipendiaten eine Rückkehr zur alten Regelung erreichen. In Kürze wollen die Neuseeländer einen DAAD-Alumniverband gründen.
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Autorin: Claudia Wallendorf |
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Veröffentlichungsdatum: 15.04.2010 |
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