Seit 2002 werden Lehrpläne modernisiert, Dozenten fortgebildet, neue Lehrbücher entwickelt und Laborplätze eingerichtet. Zu Beginn gab es keine Computer an den Hochschulen, denn die galten bei den Taliban als "Teufelszeug". Das Rechenzentrum der Universität Kabul wurde mit Hilfe der TU Berlin aufgebaut und im März 2003 eröffnet – viele andere Projekte folgten. Ein weiteres Problem: Die meisten Hochschullehrer in Afghanistan verfügten nur über einen Bachelor-Abschluss und konnten ihre Studierenden daher nicht nach internationalem Standard ausbilden. Mittlerweile wurden mehr als 1.600 afghanische Akademiker durch Studien- und Weiterbildungsstipendien des DAAD gefördert und weitere 3.000 Universitätsangehörige in lokalen PC- und Sprachkursen fortgebildet. Bei über 300 Gastdozenturen engagierten sich deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort. Seit Beginn des Wiederaufbaus ist der Anteil der Frauen in Studium und Lehre von Null auf 20 Prozent gestiegen.
Dazu Staatsministerin Cornelia Pieper: "Die vielen positiven Erfahrungen, die wir aus dem akademischen Austauschprogramm gewonnen haben, zeigen, wie wichtig die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist: Nur ausgebildete Afghanen können den Aufbau ihres Landes auch aus eigener Kraft vorantreiben und für Frieden sorgen.“ Christian Bode, Generalsekretär des DAAD, betont: "Die Unterstützung der afghanischen Universitäten durch den DAAD und deutsche Hochschulen trägt bereits erste ermutigende Früchte. Es ist notwendig, diese Hilfe fortzusetzen, um den akademischen Neuaufbau des Landes verwirklichen zu können.“
In der Broschüre zeichnen afghanische und deutsche Politiker, Wissenschaftler und Studierende ein persönliches Bild der bereits erfolgreich geförderten Projekte des DAAD in Afghanistan und skizzieren zugleich Zukunftsperspektiven für die Hochschullandschaft am Hindukusch. Die Dokumentation mit dem Titel "Bildung bedeutet Zukunft“ ist unter www.auswaertiges-amt.de sowie www.daad.de/presse abrufbar.
