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Public Policy and Good Governance |
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Engagiert und zielstrebig |
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Die 58 Stipendiaten des neuen DAAD-Programms „Public Policy and Good Governance“ haben beides: einen akademischen Abschluss und Berufserfahrung. Sie stammen aus Entwicklungsländern und bilden sich in Deutschland zu Mastern in guter Regierungsführung und Zivilgesellschaft fort.
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"Andere an Erfahrungen teilhaben lassen." Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Professor Neville Alexander (links), DAAD-Generalsekretär Christian Bode
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| © Reiner Zensen/DAAD |
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Fernando Camargo ist erst 27 Jahre alt, aber was Geschäftspraktiken bei öffentlichen Baumaßnahmen in seiner Heimat angeht, kann man dem Brasilianer nichts vormachen. „In der Zusammenarbeit mit der Regierung gibt es eine Vielzahl von Problemen“, sagt der Jurist, der zuletzt den Bau einer großen Stadtautobahn in Sao Paulo in rechtlichen Fragen begleitet hat. Korruption sei alltäglich, die Vergabe von Aufträgen bei Projektausschreibungen undurchsichtig, Umweltauflagen würden immer wieder durch die Ausnutzung rechtlicher Nischen umgangen.
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Seit einem Jahr ist Fernando Camargo DAAD-Stipendiat im Masterstudiengang „Public Economics, Law and Politics“ an der Leuphana Universität Lüneburg. Er ist einer von 58 Stipendiaten, die im ersten Jahrgang aus insgesamt rund 180 Bewerbern ausgewählt wurden. In der zweiten Runde erhielt der DAAD über 600 Bewerbungen. Die Stipendiaten stammen aus Afrika, Lateinamerika, Südasien, Südostasien sowie den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. „Das Programm richtet sich an Interessenten aus allen Ländern des Südens, die als Entwicklungsländer eingestuft werden“, sagt Heidi Wedel, Leiterin des Referats Zivilgesellschaft und Kulturdialog im DAAD.
Voraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss – mindestens ebenso wichtig ist aber, dass die Interessenten über praktische Erfahrungen verfügen und sich politisch in den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik oder Verwaltung engagieren. „Die Stipendiaten haben meist konkrete Vorstellungen von ihrer künftigen Laufbahn und wissen, welche Qualifikationen sie dafür benötigen“, sagt Wedel.
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Erforschte Demokrativerständnis tibetanischer Flüchtlinge: Debrashee Roy
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| © Reiner Zensen |
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Zu stabilen Strukturen beitragen
Wer sich unter den Stipendiaten umhört, merkt schnell, dass die meisten genau das vorhaben. „Nach dem Studium werde ich mich wieder in Ägypten in der Entwicklungshilfe engagieren“, sagt Sherry Basta. Rahman Abdur aus dem mit PPGG verbundenen Good Governance Afghanistan Programm, der zuvor als Banker bei der afghanischen Zentralbank beschäftigt war, möchte nach seinem Studium einen Beitrag zum Aufbau stabilerer Strukturen im afghanischen Finanzwesen leisten. Der Brasilianer Fernando Camargo ist sich noch nicht sicher, ob er nach Brasilien zurückkehrt. Dem Wissenstransfer in andere Länder fühlt er sich verpflichtet: Er gründet gemeinsam mit Kommilitonen eine Consulting-Firma, um Entwicklungsländer in Sachen Umweltrecht zu beraten. „Was Recycling oder erneuerbare Energien angeht, hat Deutschland eine Vorreiterrolle“, sagt Camargo. „Würden andere Länder deutsches Umweltrecht implementieren, wäre das ein großer Fortschritt.“
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Autor: Dietrich von Richthofen |
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Veröffentlichungsdatum: 08.02.2010 |
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© DAAD |
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