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Aufbaustudiengänge |
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Netzwerken wörtlich nehmen |
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Erstmals organisieren Stipendiaten der entwicklungsländerbezogenen Studiengänge Workshops an ihren Universitäten, um sich intensiver zu vernetzen und ihre Anliegen an deutschen Hochschulen bekannter zu machen.
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Netzwerken mit Schwung: Stipendiaten treffen sich in Bonn
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| © Eric Lichtenscheidt/DAAD |
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Im Westen des zentralasiatischen Binnenstaats Kirgisistan, im Fergana-Tal, brodelt es. In dieser Grenzregion leben Kirgisen, Usbeken und Tadschiken eng zusammen, unterschiedliche Kulturen und Religionen prallen aufeinander. „Das endet nicht selten in Machtkämpfen um Ressourcen wie Wasser“, sagt die 26-jährige Kirgisin Aikokul Maksutova, Friedens- und Konfliktforscherin. Sie hat bereits an verschiedenen staatlichen Projekten mitgewirkt, die wirtschaftliche Lösungsansätze für die Region suchen. Um neue Anregungen für Ihre Arbeit zu bekommen, studiert sie Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Magdeburg. Der DAAD fördert die Masterstudentin im Programm „Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener Thematik“, insgesamt sind es zum jetzigen Zeitpunkt 544 Stipendiaten aus rund 70 Entwicklungsländern. Das Besondere: Die Masterstudierenden haben in ihren Heimatländern bereits als Fach- und Führungskräfte Verantwortung übernommen und bilden sich in Deutschland weiter, um die Entwicklung ihres Landes voranzutreiben. Ihr deutscher Hochschulabschluss stärkt die Karrierechancen entscheidend.
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Viele Ideen für spannende Workshops
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Mitte Januar kamen 39 Stipendiaten auf Einladung des DAAD zum jährlichen Netzwerktreffen nach Bonn. Zum ersten Mal erarbeiteten sie dabei Workshops, die sie in den kommenden Monaten organisieren wollen. Oberthema: nachhaltige Entwicklung. In kleinen Gruppen widmeten sich die Stipendiaten verschiedenen Aspekten wie Klimawandel oder Nahrungssicherung und sprühten dabei vor Ideen.
So auch die neunköpfige Arbeitsgruppe „Wasserressourcenmanagement“ mit Ingenieuren, Ökonomen und Biologen aus Ländern wie Pakistan, Nepal oder Bolivien. Aus Kenia diskutierte Paul Mboya Tuda mit. Er besucht derzeit den Masterstudiengang „International Studies in Aquatic Tropical Ecology“ an der Universität Bremen. In seiner Heimat beschäftigte sich der Biologe vorwiegend mit ökologischen Folgen der Fischerei und erarbeitete Konzepte zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. „Wassermangel betrifft uns alle“, sagt der 28-Jährige. „In Kenia gibt es große Flussläufe und viel Niederschlag. Doch wir sind nicht in der Lage, diese Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Wir brauchen Impulse aus anderen Ländern.“ Daher entwickelte die Gruppe Ideen für einen interdisziplinären Workshop, der sich mit Wasseraufbereitung und -verteilung beschäftigt. Er soll am 22. März 2011, dem „Welttag des Wassers“, im niedersächsischen Suderburg stattfinden.
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Autorin: Sabine Wygas |
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Veröffentlichungsdatum: 29.01.2010 |
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© DAAD |
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