Serbien
Eröffnet: DAAD-Informationszentrum in Belgrad
Seit Mitte November ist der DAAD offiziell mit einem neuen Informationszentrum (IC) in Serbien vertreten. Das bereits im Oktober 2008 unter der Leitung von Dr. Frens Stöckel an der Fakultät für Politikwissenschaft in Belgrad eingerichtete IC war im Sommer 2009 in eigene Räumlichkeiten – leicht erreichbar und in Universitätsnähe – in die Belgrader Innenstadt umgezogen.
Zur Eröffnungsveranstaltung im neuen Ambiente erschienen rund 50 geladene Gäste erschienen. Unter ihnen waren renommierte Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft wie Professor Milos Nedeljkovic, Staatssekretär aus dem Wissenschaftsministerium, und Professor Branko Kovacevic, Rektor der Universität Belgrad. Vertreter der verschiedenen Belgrader Fakultäten und diverser Partnerorganisationen kamen ebenso wie DAAD-Alumni und Journalisten. Die feierliche Eröffnung fand im Rahmen der „Deutschen Tage“statt, einer von der deutschen Botschaft in Belgrad koordinierten Veranstaltungsreihe anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls.

Willkommen geheißen wurden die Gäste von Wolfram Maas, deutscher Botschafter in Belgrad, und Dr. Annette Julius, als Abteilungsleiterin im DAAD für die Region zuständig. Während der Botschafter herzliche Worte für die Arbeit des DAAD in Serbien und das Team vor Ort fand, erinnerte Dr. Julius in ihrem Grußwort an die lange Tradition deutsch-serbischer Kulturbeziehungen und stellte die steigende Bedeutung von Netzwerken im europäischen Hochschulraum heraus.

Bei der Eröffnungsfeier: IC-Leiter Dr. Frens Stöckel mit Botschafter Maas, Professor Nedeljkovic,  Dr. Julius und Professor Kovacevic (v.l.n.r.)
Bei der Eröffnungsfeier: IC-Leiter Dr. Frens Stöckel mit Botschafter Maas, Professor Nedeljkovic, Dr. Julius und Professor Kovacevic (v.l.n.r.)
© DAAD
Auch die anschließende Podiumsdiskussion war mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht – darunter viele Studierende, sowie Staatssekretär Nedeljkovic und die stellvertretende Bildungsministerin a.d. und UNESCO-Lehrstuhlinhaberin Professorin Srbijanka Turajlic. Diskutiert wurden Themen wie Internationalisierungspolitik, der deutsch-serbische Austausch, Brain Drain und Netzwerkbildung.

Der Wunsch vieler Serben, weiter aus der Isolation herauszukommen und an die traditionellen Verbindungen mit dem deutschsprachigen Raum anzuknüpfen, war bei beiden Veranstaltungen offensichtlich. Ein Bestreben, das der DAAD durch seine Aktivitäten im Bereich der Kommunikation und des Marketings stärkt. So initiiert und unterstützt er seit 1999 durch das Programm „Akademischer Neuaufbau Südosteuropa“ und im Rahmen des Stabilitätspaktes Partnerschaften mit der Region. Außerdem war bereits 2008 das „Sonderprogramm Serbien“ auf Initiative des Auswärtigen Amtes begründet worden. Mit einer Laufzeit von drei Jahren (plus zweijähriger Auslaufphase) gibt es durch eine Erhöhung der Stipendienanzahl sowie mit Sonderprojekten – zum Beispiel Sommerschulen und Praktikantenprogrammen – Impulse für stärkere deutsch-serbische Kooperationen zwischen den Hochschulen beider Länder.

Veröffentlichungsdatum: 25.11.2009
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