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Kolumbien/Deutschland |
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Vertrag unterzeichnet: Deutsch-kolumbianisches Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften wird aufgebaut |
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Professor Stefan Hormuth, Präsident des DAAD und der Justus-Liebig-Universität Gießen, und die kolumbianischen Partner haben im DAAD in Bonn einen Vertrag für den Aufbau eines deutsch-kolumbianischen Exzellenzzentrums für Meereswissenschaften in Santa Marta an der Karibikküste Kolumbiens unterzeichnet. Das Zentrum wird vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes mit einer Anschubfinanzierung für die ersten fünf Jahre von insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Es wird von der Universität Gießen und der Universidad Nacional de Colombia zusammen mit dem nationalen kolumbianischen Meeresforschungszentrum INVEMAR (Instituto de Investigaciones Marinas) und weiteren Partnern aufgebaut. An dem Treffen in Bonn nahm auch der kolumbianische Vize-Bildungsminister, Dr. Gabriel Burgos Mantilla, teil.
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Basierend auf einem kolumbianisch-deutschen Promotionsstudiengang für Meereswissenschaften soll das neue Exzellenzzentrum „Coastal Colombian Resources and Environmental Changes“ zukünftig eine führende Rolle in den marinen Wissenschaften der Region einnehmen und sich durch ein internationales Doktorandenprogramm auszeichnen. Die Universität Gießen kooperiert bereits seit 1963 in der Meeresbiologie mit Kolumbien. Der geplante Promotionsstudiengang wird eng mit dem neuen Bachelor und Master in Biologie der Universität Gießen verknüpft. Im Mittelpunkt wird dabei der Aufbau einer funktionsfähigen Infrastruktur für die meereswissenschaftliche Forschung in Kolumbien und eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte und interdisziplinäre Ausbildung der Doktoranden stehen. Neben der angestrebten hohen internationalen Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse soll das Zentrum zudem die zerstreuten Initiativen zum Schutz der reichen Küsten-Ressourcen Kolumbiens bündeln und durch die Ausbildung zukünftiger Führungspersönlichkeiten Einfluss auf die Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik des Landes nehmen. Dadurch wird das Institut auch Vorbild zum Aufbau weiterer Exzellenzzentren in der Region.
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Gruppenfoto nach der Vertragsunterzeichnung
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| © DAAD |
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Kolumbien ist eines der fünf artenreichsten Länder der Welt. Es nimmt – obwohl es sich über weniger als ein Prozent der Erdoberfläche erstreckt – mit seiner großen Anzahl endemischer Arten weltweit einen Spitzenplatz ein. Grund dafür ist neben der gut dokumentierten Vielfalt in den tropischen Regenwäldern auch das ausgedehnte marine Territorium des zwischen Pazifik und Karibik liegenden Landes.
Das geplante kolumbianische Exzellenzzentrum ist eines von insgesamt vier Zentren für Forschung und Lehre im Ausland, deren Aufbau der DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen der Außenwissenschaftsinitiative 2009 fördert. Auch in Chile, der Russischen Föderation und Thailand werden solche Zentren errichtet. Angesiedelt an renommierten ausländischen Universitäten, die mit deutschen Hochschulen bereits erfolgreich kooperieren, werden Fachbereiche gefördert, in denen eine internationale Kooperation beider Partnerländer besonders gewollt und aussichtsreich ist – in Thailand wird beispielsweise ein Zentrum für Good Governance und Rechtsstaatlichkeit geplant. Die Zentren sollen die Stärken der deutschen Wissenschaft herausstellen und die Internationalisierung der exzellenten Nachwuchsausbildung vorantreiben.
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Veröffentlichungsdatum: 03.11.2009 |
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© DAAD |
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