4. DAAD-Netzwerk-Konferenz
Einzigartiges weltweites Netzwerk
Türkei, Venezuela, China oder Russland – der DAAD ist rund um den Globus vertreten. Die Länderexperten aus den 14 Außenstellen und 49 Informationszentren trafen nun zum vierten Mal in Bonn zur Netzwerk-Konferenz mit Vertretern deutscher Hochschulen und Forschungsorganisationen zusammen.
Anlaufstelle Netzwerkkonferenz: 130 Teilnehmer interessieren sich für internationale Hochschulzusammenarbeit
Anlaufstelle Netzwerkkonferenz: 130 Teilnehmer interessieren sich für internationale Hochschulzusammenarbeit
© MIchael Jordan
Interkulturell kompetent: landestypische Auswahl an Süßigkeiten
Interkulturell kompetent: landestypische Auswahl an Süßigkeiten
© Michael Jordan
Schoko-umhüllte Kaffeebohnen aus Kolumbien, gefüllte Datteln aus dem Sudan, Karamellbonbons aus Polen und Schokoladen-Koalas aus Australien – die DAAD-experten der Außenstellen und Informationszentren hatten ein buntes Sortiment landestypischer Leckereien mit nach Bonn gebracht. An dem ungewöhnlichen Buffet konnten die rund 130 Teilnehmer der Netzwerk-Konferenz zwischen den Gesprächen an 39 Ländertischen immer wieder naschen. An sieben Sondertischen ging es diesmal außerdem um Themen wie Doppelabschlüsse, internationales Hochschul- und Forschungsmarketing und Summer Schools.

Einzelgespräch: effektive Beratung bei spezifischen Fragen
Einzelgespräch: effektive Beratung bei spezifischen Fragen
© Michael Jordan
Erfolgreiches Format - DAAD zeigt seine Stärken
Der Austausch stand ganz im Zeichen internationaler Zusammenarbeit: internationale Strategien und Projekte an den Hochschulen, neue Daten und Entwicklungen aus den Zielländern sowie Pläne zu Austauschprogrammen wurden diskutiert. Erstmals gab es an beiden Veranstaltungstagen so genannte FAQ Basis-Informationsrunden. „Wir greifen die Erfahrungen der letzten Jahre auf und bündeln immer wieder gestellte Kernfragen. In Kurzvorträgen und kleinen Fragerunden sollen diese schon vorab geklärt werden, so dass die Einzelgespräche an den Länder- und Sondertischen noch effektiver genutzt werden können“, erläutert Christian Müller, Leiter der DAAD-Gruppe Kommunikation und Marketing. Zwei Ländervorträge der Leiter der DAAD-Außenstellen in New York und Tokio rundeten das Informationsangebot ab.

„Die Netzwerkkonferenz ist ein erfolgreiches Format, das wir fortführen werden“, sagt Projektleiterin Stephanie Knobloch. „Hier zeigt der DAAD seine Stärken, denn wir haben nun einmal ein großes weltweites Netzwerk und geben den Hochschulen die Möglichkeit, unsere Anlaufstellen in über 60 Ländern zu nutzen – das bietet keine andere Wissenschaftsorganisation.“

Geballtes Wissen
Als Hochschulvertreterin ist Serpil Ergun zum ersten Mal in Bonn dabei. Die Referentin für internationales Hochschulmarketing an der Georg-August Universität Göttingen hat DAAD-Erfahrungen mitgebracht: Acht Jahre war sie für den DAAD in Istanbul und baute dort das Informationszentrum mit auf. „Die Netzwerkkonferenz ist für mich eine einmalige Gelegenheit, von dem geballten Wissen der Außenstellen und Informationszentren zu profitieren.“ An den beiden Konferenztagen will sich die junge Frau in Gesprächen an den Ländertischen über China, Indien, Korea und Lateinamerika informieren.


"Sehr gute Möglichkeit für uns Hochschulvertreter, unsere Bedürfnisse zu äußern."
© Michael Jordan
Auch Peter Timmann, kommissarischer Leiter der Abteilung Internationales der Hamburger Universität hat einen vollen Terminplan. Er nahm an der FAQ Informationsrunde Brasilien teil, weil die Universität Hamburg demnächst ein Brasilienkompetenzzentrum aufbauen wird. „Am Ländertisch USA erhoffe ich mir im Gespräch mit dem Leiter der Außenstelle Hinweise, wie wir mehr amerikanische Studierende nach Hamburg holen können. Es gibt zwar eine alte Partnerschaft mit einer US-Hochschule, doch die ist leider fast eingeschlafen und soll nun wiedererweckt werden“, sagt Peter Timmann. Außerdem interessiert ihn der Ländertisch Australien, da mehrere australische Hochschulen wegen Kooperationen an seine Universität herangetreten sind. Gespräche mit DAAD-Vertretern aus Indien, Südafrika und Japan stehen noch auf der Liste des Hamburgers.

Neue Programme anstoßen
Martina Hofer wiederum, Mitarbeiterin des International Office der Wilhelms-Universität Münster, lässt sich neben gezielten Gesprächen zu konkreten Themen auch von ihrer Neugierde treiben. „Ich werde mich an den kleineren Tischen informieren, vielleicht ergibt sich daraus etwas Interessantes. Daneben sehe ich diese Konferenz als sehr gute Möglichkeit für uns Hochschulvertreter, unsere Bedürfnisse zu äußern. Vielleicht können wir damit sogar neue DAAD-Programme anstoßen.“

Autorin: Doris Bünnagel
Veröffentlichungsdatum: 14.07.2009
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