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Buruli-Ulkus – eine tropische Infektionskrankheit – gehört zu den am stärksten verbreiteten Krankheiten in Ghana, besonders auf dem Land. Die Kranken, häufig sind es Kinder, leiden unter Geschwüren, die zu lebenslangen Entstellungen führen können. Da die Betroffenen stigmatisiert sind, suchen sie häufig zu spät ärztliche Hilfe. „Man muss das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen, um die Patienten behandeln zu können“, erklärt PD Dr. Thomas Junghanss von der Sektion Klinische Tropenmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Auf deutscher Seite ist er einer der Projektkoordinatoren des neuen ghanaisch-deutschen Fachzentrums.
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Ein Infektionsherd für Buruli-Ulkus sind Flüsse
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| © Thomas Junghanss |
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Entwicklungs- und Gesundheitsforschung ergänzen sich
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Das Zentrum – es verbindet Entwicklungs- und Gesundheitsforschung unter einem Dach – wurde am 16. Juni vom stellvertretenden Präsidenten der University of Ghana, Professor Kwesi Yankah, eröffnet. Die Möglichkeit des interdisziplinären Austauschs überzeugte den DAAD, das Zentrum zu fördern. „Entwicklungs- und Gesundheitsforschung ergänzen sich sehr gut“, sagt Dorothee Weyler, DAAD-Projektleiterin für die Fachzentren Afrika. „Das öffentliche Gesundheitswesen in der Region kann man nur in Verbindung mit der Dorfstruktur und dem Wissen über die dortige Entwicklung stärken.“
In der Abteilung für Entwicklungsforschung arbeiten das ghanaische ISSER (Institute of Statistical, Social and Economic Research) und das ZEF (Zentrum für Entwicklungsforschung) an der Universität Bonn zusammen. Die Abteilung für Gesundheitsforschung des Doppelzentrums ist an der School of Public Health an der University of Ghana angesiedelt.
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Interkulturelle Zusammenarbeit
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Das Doktoranden-Programm folgt dem Konzept der Tandem-Bildung von afrikanischen und deutschen Doktoranden: In interdisziplinären Arbeitsgruppen untersuchen die Forscher regional relevante Themen – etwa die beschriebene Tropenkrankheit Buruli-Ulkus – aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven: Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung ermöglichen die Entwicklung neuer schonenderer Behandlungsmethoden. Gesundheits- und Sozialwissenschaft sowie Epidemiologie ergänzen sich im Hinblick auf Prävention und Aufklärungskampagnen. Eine Zusammenarbeit mit weiteren Forschungszentren in Ghana stellt die Vernetzung innerhalb des Landes sicher.
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