|
Verkehrswege ausbauen und Warenströme organisieren
|
|
„Die Länder im südlichen Afrika haben nur wenige Zugänge zum Meer“, erläutert Schmidt. Ein großer Warenstrom laufe über Namibia und seinen gut ausgebauten Hafen in Walvis Bay. Die Hafenstadt Walvis Bay ist Knotenpunkt einer der Haupthandelsrouten. Von dort werden Güter entlang des Kaps der Guten Hoffnung durch den Indischen Ozean bis nach Asien verschifft. „Wenn es gelänge, Namibias Verkehrswegenetz zu erweitern und die Güterströme effektiver zu organisieren, könnte dem Land eine wirtschaftliche Schlüsselrolle im südlichen Afrika zukommen“, sagt der Flensburger Professor.
|
 |

|
 |
|
Knotenpunkt: Viele Schiffe laufen den namibischen Hafen Walvis Bay an
|
| © Wolfgang/www.pixelio.de |
 |
|
|
Dieses Ziel ist für den DAAD ein wichtiges Argument, das namibisch-deutsche Logistik-Fachzentrum zu fördern. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt finanzierten „Aktion Afrika“ unterstützt der DAAD neben diesem Zentrum sechs weitere in Ghana, Südafrika, Tansania und in der Demokratischen Republik Kongo. „Logistik hat für den gesamten afrikanischem Kontinent eine immense Bedeutung“, sagt Barbara Mück, Leiterin des Referats Sonderprojekte Afrika im DAAD. Auf den schlecht ausgebauten Straßen können viele Bauern und Händler ihre Waren nicht sicher und schnell transportieren. Diese Situation soll sich durch das Logistik-Zentrum verbessern „Denn es stärkt nicht nur Forschung und Lehre, sondern initiiert von Beginn an gemeinsame Projekte mit Wirtschaft und Politik“, erklärt Mück. „Außerdem erarbeiten die Studierenden, Dozenten und Absolventen überregionale logistische Konzepte.“
|
|
„Am Fachzentrum decken wir das gesamte Spektrum der Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung im Bereich Logistik ab“, erklärt Albin Jacobs, Projekt-Manager des Fachzentrums auf namibischer Seite. „Dabei stärken wir nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Wirtschaft. Das Fachzentrum schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis – ein großer Pluspunkt, denn so können wir konkret etwas verändern.“
|
|