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Internationalisierung |
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''Auswählen, fördern, integrieren'' |
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Vier Jahre nach dem Start des ''Programms zur Förderung der Internationalisierung an den deutschen Hochschulen (PROFIS)'' zog der DAAD mit 150 Beteiligten auf einer Fachtagung am 8. und 9. Dezember 2008 Bilanz. Die Ergebnisse ermuntern zum Weitermachen und Nachahmen.
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Mehr Durchblick im Hochschulalltag: PROFIS-Projekte helfen weiter
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„Dank des PROFIS-Projekts an meiner Uni in Jena habe ich vom ersten Semester an den nötigen Durchblick fürs Studium gewonnen“, erklärt die Psychologiestudentin Ji Ae Jeong aus Korea. Ein „SciCoach“, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, berät sie bei der Auswahl der Vorlesungen und Übungen. Eine Mitstudentin höheren Semesters, ein „UniCoach“, gibt Tipps bei der Klausurvorbereitung und für die soziale „Vernetzung“ auf dem Campus.
In mehr als 80 unterschiedlichen Angeboten haben Universitäten und Fachhochschulen seit 2005 eigene Wege gesucht, um internationale Studierende noch besser in den deutschen Studienalltag einzuführen: Bei annähernd 200.000 Studierenden aus dem Ausland kann das nicht persönlichen Zufällen überlassen bleiben. So umfasst PROFIS das Spektrum von der Erstberatung, etwa via Internet, über die Bewerberauswahl und sprachliche wie fachliche Propädeutika bis zur studienbegleitenden Unterstützung und der Nachbetreuung der Absolventen.
„Gerade am Anfang ist es schwierig, sich zurechtzufinden“, erklärt Ji Ae Jeong. Angelsächsisch geprägte Hochschulkulturen kennen deshalb ein verbindliches Foundation Year oder Freshman Year vor dem eigentlichen Fachstudium. Im Unterschied dazu sind die PROFIS-Initiativen (derzeit noch) Angebote an Freiwillige – und kostenlos oder besonders kostengünstig. Mehr als 60 von bundesweit rund 300 Hochschulen waren bislang dabei.
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Fast alle PROFIS-Projekte laufen weiter
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Der Erfolg spricht für sich: Nach der jetzt auslaufenden Anschubfinanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, in Höhe von fast 15 Millionen Euro, werden 80 Prozent der Projekte aus eigenen Mitteln der Hochschulen weitergeführt. Weitere 14 Prozent der Projekthochschulen beabsichtigen eine Fortsetzung. Bei der Internationalisierung ist nicht die Frage „ob überhaupt“, sondern höchstens „wie“. Sollen sich die ausländischen Studierenden (stärker) an den Kosten ihrer Extra-Hilfen beteiligen? Die Diskussion darüber ist nicht abgeschlossen.
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Broschüre: PROFIS 2004 - 2008 „Erfolge mit Potenzial – die Bilanz“
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Eignungstest mit Prognosewert
Neben den lokalen Vorhaben unterstützt PROFIS auch hochschulübergreifende Projekte. Dazu zählt vor allem TestAS, ein Eignungs-„Test für ausländische Studierende“, der auf Deutsch oder Englisch abgelegt werden kann. Rund 1.500 Interessierte aus mehr als 70 Ländern nahmen im Mai 2007 am Pilotlauf von TestAS teil. Am Prüfungstermin 2008 beteiligten sich 2.400 Bewerber aus 98 Ländern. Die auf der Tagung vorgestellte Vollversion, die ab 2009 zum Einsatz kommt, umfasst ein Sprachscreening, einen fachübergreifenden Kerntest sowie studienspezifische Aufgaben. Mit dem Test vor Studienbeginn können sich die Bewerber besser vor späteren Enttäuschungen und Misserfolgserlebnissen bewahren.
„Die traditionelle Hochschulzulassungsberechtigung (HZB) nach Schulnoten ist eine zu grobe Orientierung über die Studierfähigkeit“, erklärt Dieter Lenzen, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz für Internationale Angelegenheiten. An vielen Hochschulen wie etwa der Universität Hamburg ist sie eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für die Studienaufnahme. Andere Kriterien wie etwa die TestAS-Ergebnisse werden inzwischen in die Studierendenauswahl einbezogen. Dabei kann die Hochschule den ganzen Test oder einzelne Elemente unterschiedlich gewichten. „So mag in den Wirtschaftswissenschaften die eine Uni höchsten Wert auf die mathematisch-theoretische Modellbildung legen, eine andere die Kommunikationskompetenz wichtiger nehmen“, erläutert Günther Trost, einer der Entwickler von TestAS.
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Die flexiblen, örtlich und fachlich unterschiedlichen PROFIS-Angebote finden bei ausländischen Studierenden viel Lob. Ihr Hauptwunsch bei der Frage nach Verbesserung: noch günstigere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit Deutschen sowie zur sozialen und fachlichen Integration. Darauf reagieren das Bundesbildungsministerium und der DAAD ab 2009 mit PROFIN, dem „Programm zur Förderung der Integration ausländischer Studierender“. Es unterstützt unter anderem Projekte, an denen deutsche Studierende beteiligt sind, denn sie tragen dazu bei, ihre ausländischen Kommilitonen besser in die Hochschulen und das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Die Gaststudierenden können aber auch eigenes Potenzial einbringen, gemeinsame Arbeitsgruppen und Fachtutorien etablieren oder internationale Treffen veranstalten.
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PROFIS 2004 - 2008 „Erfolge mit Potenzial – die Bilanz“
Die Broschüre kann per E-Mail kostenlos bestellt werden: ref.214@daad.de
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Autor: Hermann Horstkotte |
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Veröffentlichungsdatum: 12.12.2008 |
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