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Afrikatag/Universität Köln |
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Karibu – Willkommen in Afrika |
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Zwei Tage lang drehte sich an der Universität Köln alles um Studieren und Forschen in Afrika. Einer Einladung des DAAD waren über 300 Gäste aus 14 afrikanischen Ländern und Deutschland gefolgt – Studierende zeigten großes Interesse.
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Afrika hat viel zu bieten und präsentierte seine Vielfalt auf dem Kölner Afrikatag
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| © Eric Lichtenscheidt |
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„Unser Anliegen ist es, die Zahl der ausländischen Studierenden an afrikanischen Hochschulen deutlich zu erhöhen“, sagte Professor Chacha Nyaigotti-Chacha, Generalsekretär des Inter-University Council for East Africa (IUCEA) auf dem Afrikatag Ende November an der Universität Köln. Deutsche und afrikanische Experten berichteten dort über zahlreiche wissenschaftliche Projekte – vom Management des Wandels in Afrika über nachhaltige Energieversorgung und energieeffizientes Bauen, medizinische Herausforderungen in den Tropen bis hin zur Bedeutung lokaler Sprachen für die Modernisierung der Gesellschaft.
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Qualifizierte Nachwuchskräfte sind gesucht
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Sprachwissenschaftler Nyaigotti-Chacha, der an der Yale University studierte, bevor er nach Afrika zurückkehrte, betont die große Bandbreite der Studienmöglichkeiten. „Afrika hat deutschen Studierenden viel zu bieten. Es gibt viele wenig erschlossene Studien- und Forschungsthemen – ob für Ingenieure, Linguisten, Historiker, Juristen, Naturwissenschaftler oder Ökonomen: Alle sind in Afrika herzlich willkommen.“ So besteht in Afrika derzeit großer Nachholbedarf in der geowissenschaftlichen Grundlagenforschung. Es mangelt an Konzepten für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen Afrikas und an neuen angewandten Studiengängen. Ebenso gesucht sind qualifizierte Nachwuchskräfte, die sich mit Bergbau und Erdölförderung auskennen, Geoinformationssystem-Experten und Umweltgeologen.
„Das Studium in einem afrikanischen Land bedeutet häufig, aktiv am Aufbau der Forschungslandschaft beteiligt zu sein“, sagt Peter Webers, Referatsleiter Afrika im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Auslandsaufenthalte liegen im Trend – und wer einen Teil seines Studiums in Afrika verbracht hat, kann dies als eindeutigen Wettbewerbsvorteil beim späteren Berufseinstieg verbuchen.“ Allerdings wird in Europa die Bedeutung afrikanischer Hochschulen erst langsam wahrgenommen. Deutsche Universitäten haben zwar in den letzten Jahren ihre Kontakte zu afrikanischen Hochschulen deutlich intensiviert und viele Kooperationsprojekte angestoßen, doch bisher entscheiden sich nur wenige Deutsche für einen Aufenthalt in Afrika.
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Vernetzung mit deutschen Partnern
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DAAD-Präsident Stefan Hormuth sagt: „Das Interesse an Afrika steigt, aber den 2200 afrikanischen Studierenden mit einem DAAD-Stipendium stehen derzeit nur 1000 deutsche DAAD-Stipendiaten an Universitäten in Subsahara-Afrika entgegen.“ Der DAAD fördert im Rahmen der „Aktion Afrika“ des Auswärtigen Amtes auch den Aufbau von fünf universitären Fachzentren in Tansania, Ghana, der Demokratischen Republik Kongo, Namibia und Südafrika. Damit soll die Ausbildungsqualität erhöht, Forschungskapazitäten geschaffen sowie afrikanische Hochschulen miteinander wie auch mit deutschen Partnern vernetzt werden. Mit dem Fachzentrum für Rechtswissenschaft in Dar es Salaam wurde im September bereits die erste Einrichtung eingeweiht.
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Abseits der üblichen Auslandsziele: Kampagne "go out!" informiert über Studienmöglichkeiten in Afrika
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| © Eric Lichtenscheidt |
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Mehr deutsche Studierende und Nachwuchswissenschaftler sollen künftig einen Blick über den Tellerrand werfen: Mit der bundesweiten Kampagne „go out! studieren weltweit“ möchten der DAAD und das Bundesforschungsministerium sie zu einem Auslandssemester, einem Praktikum, einem Sprachkurs oder einer Forschungsarbeit im Ausland motivieren. Und das nicht nur in den traditionellen Zielländern in Europa oder den USA, sondern auch in Afrika.
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Autorin: Doris Bünnagel |
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Veröffentlichungsdatum: 01.12.2008 |
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© DAAD |
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