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Alumniportal Deutschland
Neue Dimension
Ein soziales, berufliches und kulturelles Netzwerk für alle Deutschland-Alumni geht an den Start – im Internet.
„Die Pflege der Kontakte zu unseren ehemaligen Stipendiaten ist nichts Neues für uns“, sagte DAAD-Generalsekretär Christian Bode zur Eröffnung des Alumniportals Deutschland, „aber dies hier ist Alumniarbeit in einer neuen Dimension.“ Ab sofort steht jedem der rund 230.000 Ausländer, die sich jährlich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder anderen Ausbildungsstätten in Deutschland weiterbilden, das Alumniportal Deutschland als Netzwerk, Kontaktbörse und Wissensvermittler zur Verfügung.

Vernetzung per Mausklick: InWent-Geschäftsführer Bernd Schleich, Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul und DAAD-Generalsekretär Bode (v.l.) eröffnen das Alumniportal
Vernetzung per Mausklick: InWent-Geschäftsführer Bernd Schleich, Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul und DAAD-Generalsekretär Bode (v.l.) eröffnen das Alumniportal
© Thomas Köhler/Photothek
DAAD, InWent und Goethe-Institute betreuen bereits ihre Alumni, doch geschätzte 80 Prozent der ausländischen Studierenden kommen als sogenannte Free Mover (Selbstzahler) nach Deutschland. Nach Abschluss ihres Studiums verlieren sie oft den Kontakt. Diese brachliegenden Erfahrungen will das Alumniportal Deutschland aufgreifen und nutzbar machen. Denn: „Das Wissen der Alumni, die eine zeitlang in Deutschland gelebt und gearbeitet haben, ist für die Entwicklungspolitik von unschätzbarem Wert“, sagt Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die das Portal gemeinsam mit Bernd Schleich, Geschäftsführer von InWent, und Christian Bode in Berlin eröffnete. „Junge Menschen, die in Deutschland studiert haben, sind begehrte Ansprechpartner für die Wirtschaft, die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Entwicklungszusammenarbeit“, so Heidemarie Wieczorek-Zeul. Ihr Ministerium finanziert das Portal bis 2010 mit jährlich zwei Millionen Euro.

Auch Stipendiaten nehmen das Alumniportal begeistert auf
Auch Stipendiaten nehmen das Alumniportal begeistert auf
© Thomas Köhler/Photothek
Treffpunkt und Karriereportal
Das Online-Portal gliedert sich in vier übersichtliche Bereiche: Unter „Jobs und Karriere“ findet sich eine Stellenbörse. Hier stellen Alumni ihr Potenzial dar und Arbeitgeber gehen auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Unter „Treffpunkt“ werden alle Deutschland-Alumni aufgefordert, private und berufliche Netzwerke zu knüpfen. Ein Veranstaltungskalender bietet eine weltweite Übersicht und Kontaktdaten deutscher Institutionen, die für Alumni von Interesse sind. Die Rubrik „Dran bleiben“ liefert aktuelle Informationen aus Deutschland. Hier berichten Alumni von eigenen Erfahrungen: Wo kann man am besten studieren, welche Stadt bietet welche Möglichkeiten? Unter der Rubrik „Mehr Wissen“ sind Deutschkurse, fachliche Weiterbildungen, E-Learning Angebote sowie Links und Downloads aus verschiedenen Fachbereichen zusammengestellt.

Die Nutzung des Portals ist kostenlos. Um es mit Leben, das heißt mit möglichst vielen Nutzern zu füllen, wird es weltweit auf Alumnimessen und Regionalveranstaltungen der Partnerorganisationen vorgestellt. „Das Interesse aus der Wirtschaft und von anderen Organisationen an dem Portal ist sehr hoch“, sagt Bernd Schleich. Aber auch Albertus Olivier, DAAD-Stipendiat aus Südafrika und schon bald Alumnus, bekundet Interesse: „Für mich ist das Portal der Kleber, der Deutschland und die Entwicklungsländer zusammenhalten kann.“ Der promovierte Bauingenieur lebt noch mit seiner Familie in Deutschland, kehrt aber bald nach Südafrika zurück. „Dort möchte ich anwenden, was ich hier gelernt habe. Das Alumniportal Deutschland ist dann für mich ein super Anknüpfungspunkt, um meine Kontakte mit Deutschland auszubauen.“

Weitere Informationen
Die fünf Projektpartner von Alumniportal Deutschland:




ZAV


Autorin: Katharina Jung
Veröffentlichungsdatum: 16.09.2008
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