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Yiyuan-Stiftung |
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In einem Boot |
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Die in einem Boot sitzen, sollen sich helfen – diesen alten chinesischen Spruch hat die „Yiyuan-Stiftung für Humanitäre Hilfe und Bildung“ zu ihrem Leitspruch gemacht. Wissenschaftler und Geschäftsleute chinesischer Herkunft gründeten die Stiftung, die chinesische und deutsche Kinder unterstützt.
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Ulrich Lepper, Vizepräsident der Bezirksregierung Düsseldorf (3.v.l.) übergibt der neuen Stiftung die Stiftungsurkunde
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| © Yiyuan-Stiftung |
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Vor 30 Jahren begann die Reform- und Öffnungspolitik in China. Um den technologischen Anschluss an den Westen zu finden, schickte Deng Xiaoping ausgewählte junge Chinesen zum Studium ins Ausland, auch nach Deutschland: Die ersten 100 Regierungsstipendiaten kamen 1980. Sie wurden mit Unterstützung des DAAD am Deutschkolleg der Tongji-Universität in Shanghai auf ein Studium hierzulande vorbereitet. Obwohl die Stipendiaten überall zwischen Hamburg und München studierten, blieben sie in Kontakt. Von den ersten drei Jahrgängen (circa 270 Studierende) kehrte rund ein Drittel nach China zurück, die anderen machten in Deutschland, Europa oder Nordamerika Karriere. Jetzt riefen einige der Alumni – inzwischen allesamt erfolgreiche Geschäftsleute oder Akademiker – eine Stiftung für Humanitäre Hilfe und Bildung ins Leben.
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Unternehmer stiftet Gründungskapital
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Der erfolgreiche Unternehmer Yine Zhang stiftete das Gründungskapital von 100.000 Euro und weitere 20.000 Euro zur direkten Projektfinanzierung. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Clausthal arbeitete der in Shanghai geborene Werkstoffwissenschaftler zunächst vier Jahre lang in der Forschung und danach acht Jahre in der Industrie, bevor er sich 2001 mit seinem Unternehmen N&H Technology in der Nähe von Düsseldorf selbständig machte. „Mittelfristig wollen wir weitere ehemalige Kommilitonen einbinden und unser Stiftungskapital auf eine Million Euro erhöhen. Wir sind offen für alle, die helfen wollen“, sagt Yine Zhang.
Vor allem die nach China zurückgekehrten Alumni will der Stifter gewinnen, um vor Ort Projekte zu unterstützen. So sei gesichert, dass die finanziellen Zuwendungen in voller Höhe ihr Ziel erreichten. Als Vorsitzenden des Kuratoriums konnten Zhang und seine Mitstreiter Professor Chaoyi Bao in Shanghai gewinnen. Er betreute vor 30 Jahren als Mitarbeiter der chinesischen Botschaft die Stipendiaten bei ihren ersten Schritten an deutschen Hochschulen und ist auch nach seiner Pensionierung Anlaufstelle und Kontaktperson.
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Opfern des Sichuan-Erdbebens gewidmet
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Der Gedanke an eine eigene Initiative war schon lange in den Köpfen der Yiyuan-Gründungsmitglieder. „Vor drei Jahren haben wir mit Unterstützung des DAAD ein kleines, inoffizielles Alumnitreffen organisiert“, berichtet Yongjian Ding, zweiter Vorsitzender der Stiftung. Der Wissenschaftler mit einer Professur für „Steuerungstechnik und Automatisierungssysteme“ leitet an der Hochschule Magdeburg-Stendal das Institut für Elektrotechnik. Schon damals sei der Gedanke aufgekommen, sich gemeinsam zu engagieren. „Es ging nur noch darum, wer die Organisation übernimmt. Als im Mai 2008 ein verheerendes Erdbeben die chinesische Provinz Sichuan heimsuchte, bei dem über 70.000 Menschen starben und 5,8 Millionen Chinesen obdachlos wurden, war uns klar, dass wir endlich tätig werden müssen.“ Die Yiyuan-Stiftung ist den Opfern des Erdbebens gewidmet.
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Autorin: Doris Bünnagel |
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Veröffentlichungsdatum: 28.08.2008 |
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© DAAD |
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