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3. DAAD-Netzwerk-Konferenz |
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750 Expertengespräche |
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Wie wirbt man um die besten Nachwuchswissenschaftler? Wie bahnt man akademische Kooperationen mit ausländischen Partnern an? Über 150 deutsche Hochschulvertreter erhielten bei der DAAD-Netzwerkkonferenz wertvolle Tipps für ihre internationale Positionierung.
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Netzwerkkonferenz 2008: großes Interesse der Hochschulen an Informationsgesprächen mit DAAD-Experten
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| © Eric Lichtenscheidt/DAAD |
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„Peking und Schanghai sind als Kooperationspartner inzwischen so populär, dass wir empfehlen, auf exzellente Hochschulen in den Provinzen, etwa in Nanjing oder auch in Hangzhou auszuweichen“ sagt Stefan Hase-Bergen, Leiter der DAAD-Außenstelle Peking. „Diese Universitäten sind in Forschung und Lehre an qualitativ ebenso hochwertig und sie sind an deutschen Kooperationspartnern sehr interessiert“. Die über 150 deutschen Hochschulvertreter, die zur 3. Netzwerk-Konferenz des DAAD nach Bonn gereist waren, nahmen solche Informationen mit Interesse auf. In insgesamt rund 750 jeweils 30-minütigen Gesprächen an 40 Länder- und Sondertischen nutzten sie ausgiebig die Gelegenheit, mit 74 DAAD-Experten Fragen zur internationalen Mobilität zu besprechen. In Präsentationen gaben die Auslandsvertreter zudem Einblicke in die regionalen Hochschullandschaften.
Die wichtigsten Themen der Konferenz waren Hochschulmarketing und internationale Kooperationen. Doritt Luppa von der Graduiertenschule „Building with Molecules and Nano-objects“ an der Universität Leipzig suchte vier Ländertische auf: USA, Kanada, Japan und Russland. Sie interessierte sich für unterschiedliche regionale Maßnahmen, um Doktoranden zu werben. „Wir suchen für mehrere Stipendienplätze sehr gute Leute“, sagt sie. Die DAAD-Experten gaben ihr hilfreiche Informationen, zum Beispiel welche russischen Universitäten als hervorragend im internationalen Maßstab gelten und wie man in Auswahlgesprächen die besten japanischen Nachwuchswissenschaftler findet.
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Deutsche Fachhochschulen Vorbild in Malaysia
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Birgit Doose, Leiterin des Akademischen Auslandsamts der Fachhochschule Aachen, kam dagegen mit einer gezielten Frage zu Malaysia nach Bonn: Sie informierte sich über Stipendienprogramme, um Malaysier in Aachen besser zu fördern. „Die Fachhochschule Aachen hat gute Erfahrungen mit Studierenden aus diesem Land gemacht, allerdings sind es erst wenige und sie haben bisher auf eigene Faust den Weg nach Deutschland gefunden“, sagt Birgit Doose. Sie sprach mit Harald Olk, dem Leiter des DAAD-Informationszentrums Malaysia. Er gab ihr Informationen über malaysische Regierungsstipendienprogramme und wie man diese für Deutschland gewinnen könne. Von ihm erfuhr sie auch, dass deutsche Fachhochschulen wegen ihrer angewandten Ausbildung unter malaysischen Ingenieuren als Vorzeigemodelle gelten.
Die beliebtesten Ansprechpartner der Konferenz kamen wie im Vorjahr aus den USA, China und Indien. „Die deutschen Hochschulen haben nach wie vor großes Interesse an Doktoranden aus Nordamerika“, sagt Ulrich Grothus, Leiter der DAAD-Außenstelle New York. „Dabei werden oft elementare Strukturmerkmale des amerikanischen Systems übersehen.“ So sei es für US-Amerikaner unüblich, in Deutschland zu promovieren, da vor allem ein Abschluss an einer amerikanischen Elite-Uni die Tore für eine Hochschulkarriere öffne. „Dagegen besteht große Nachfrage nach Sommerschulen in Deutschland. Es wundert mich, dass die deutschen Universitäten darauf so selten mit Angeboten reagieren“, sagt Grothus.
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Indiviuelle Beratung: nützliche Tipps die weiterhelfen
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| © Eric Lichtenscheidt/DAAD |
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Chinesische Studierende besser integrieren
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Den Pekinger Außenstellenleiter Stefan Hase-Bergen beschäftigte in den Gesprächen weniger die Suche nach Doktoranden, sondern ihre qualifizierte Auswahl. „Die deutschen Hochschulen fragen sich, wie sie aus den vielen Bewerbungen die besten heraus filtern können“, sagt er. Eine häufige Frage war auch, wie man chinesische Studierende besser an deutschen Universitäten integrieren könne. Seine Antwort: „Gute Vorbereitung im Heimatland und Betreuung in Deutschland sind unbedingt nötig, denn interkulturelle Probleme können zur Isolation und schließlich zum Abbruch des Studiums führen.“
Die Konferenz war für beide Seiten ein Gewinn: Die Vertreter der Hochschulen erhielten praktische und aktuelle Informationen über Programme, Marketinginstrumente und Kooperationsmöglichkeiten. Die DAAD-Experten erfuhren von aktuellen Anliegen der deutschen Hochschulen. „Es ist gut zu wissen, welche Tendenzen es gibt und wo wir aktiv werden können“, sagt Stefan Hase-Bergen.
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Autor: Boris Hänßler |
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Veröffentlichungsdatum: 09.07.2008 |
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© DAAD |
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