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Weihnachtsbräuche in... |
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Irland: Die Familie trifft sich |
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Christmas Day am 25. Dezember ist das wichtigste Familienfest des Jahres. Aus allen Teilen Irlands und der Welt reisen Verwandte an, um zu Hause zu feiern. Eine günstige Gelegenheit für andere Familienfeste: Gerne wird um Weihnachten herum geheiratet.
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Weihnachten Irland Shopping Mall
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| © Anna Weiss |
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Weihnachten in Irland ist ein Familienfest mit viel Lichterglanz und Leckereien. Anfang Dezember werden die Straßen und Häuser mit Lichterketten und Weihnachtsmotiven geschmückt. In den Städten funkeln riesige Christbäume und auf der O'Connell Street, vor der geschichtsträchtigen Hauptpost in Dublin, steht eine große Krippe. Weihnachtsbaum und Krippe sind auch lange vor dem 24. Dezember im irischen Wohnzimmer aufgebaut, viele Familien ergänzen die drei Könige am 6. Januar für einen Tag – danach wird alles wieder abdekoriert.
Eine wichtige vorweihnachtliche Aktivität ist das Kartenschreiben: Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte bekommen Weihnachtspost, die liebevoll und für alle gut sichtbar aufgestellt wird – je mehr und je bunter desto besser. Statt Plätzchen, Lebkuchen und Stollen gibt es „Minced Pies“: kleine mit eingelegten Früchten gefüllte Küchlein, die warm gegessen werden.
Aus Deutschland haben die Iren die Tradition des Adventskranzes importiert. Sie stehen aber nur in den Kirchen, wobei die Farbe der Kerzen von Bedeutung ist: An den ersten zwei Adventssonntagen werden violette Kerzen entzündet, die Besonnenheit und Buße symbolisieren. In der dritten Woche ist es eine rosa Kerze. Sie steht für die Vorfreude auf das Fest. Die Adventszeit endet mit einer dritten violetten Kerze. Am 24. Dezember feiern viele Iren während der Mitternachtsmesse die Geburt Christi mit dem Entzünden einer weißen Kerze, die in der Mitte des Kranzes steht. Es ist üblich, am 24. Dezember abends in die Kirche zu gehen, aber auch Kneipen und Diskos sind geöffnet. Allerdings schließen sie um Mitternacht für den gesamten nächsten Tag.
Christmas Day, der 25. Dezember, ist das wichtigste Familienfest des Jahres. Aus allen Teilen Irlands und der Welt reisen Familienmitglieder an, um es zu Hause zu verbringen. Die günstige Gelegenheit, die Familienangehörigen beisammen zu haben, wird häufig auch zu einem anderen Fest mitgenutzt: Es ist nicht unüblich, um Weihnachten herum zu heiraten.
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Der Weihnachtstag beginnt mit Badespaß im Meer ...
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In Irland bringt „Santy“ nachts die Geschenke. Beschert wird am 25. Dezember. Dieser Tag ist der Familie und viel reichhaltigem Essen vorbehalten. Unerschrockene beginnen den Weihnachtstag mit dem traditionellen „Christmas Morning Swim“ im Meer. Nach einem „Irish Breakfast“ mit Speck, Spiegelei, gebratenen Tomaten, Würstchen, „black and white pudding“ (Scheiben von Blutwurst und gebratenem Kartoffelbrot) geht es zu einer der vielen Messen. Den ganzen Tag über werden sie auf Englisch oder Irisch zelebriert.
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... und endet mit einem üppigen Festschmaus
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Nachmittags beginnt der Festschmaus. Traditionell reichen die Gastgeber sowohl gegarten Schinken als auch Truthahn, ergänzt mit Rosenkohl und Pastinaken sowie Kartoffeln in jeder denkbaren Form. Als Nachtisch gibt es Christmas Cake. Der sehr reichhaltige Früchtekuchen enthält Guinness und Whiskey und ist häufig mit einer dicken Zuckergussschicht dekoriert. Er wird bereits im frühen Herbst gebacken, damit er bis Weihnachten schön durchziehen kann. Alternativ beziehungsweise zusätzlich – Weihnachten ist in Irland ein kalorienreiches Unterfangen – isst man Christmaspudding, der aus ähnlichen Zutaten wie der Kuchen besteht und gerne im abgedunkelten Raum mit Brandy flambiert wird.
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Lichterglanz in den Straßen von Dublin
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| © Anna Weiss |
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Am 26. Dezember, dem St. Stephen's Day, feiern viele Iren, die über die Festtage in ihre Heimatstadt zurückgekehrt sind, mit alten Freunden in Kneipen und Diskos weiter.
Nollaig Shona Dhuit ó Bhaile Átha Cliath! - Schöne Weihnachten aus Dublin!
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Autorin: Anna Weiß, DAAD-Lektorin, Dublin City University |
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Veröffentlichungsdatum: 21.12.2007 |
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