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Abschied vom DAAD |
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Bis zum Mond und zurück |
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Theodor Berchem, von 1988 bis 2007 DAAD-Präsident, feierte mit Weggefährten aus Politik und Wissenschaft am 11. Dezember in Bonn Abschied.
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Theodor Berchem: "Es tut gut, so viele positive Dinge über sich zu erfahren - man kann versucht sein zu glauben, sie seien wahr." (Für die Bildstrecke klicken Sie bitte auf nebenstehendes Symbol)
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| © Michael Jordan |
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Mit Respekt, Anerkennung, Bewunderung – so begegneten ihm seine Gesprächspartner in aller Welt und so ehrten die Redner Theodor Berchem, den scheidenden DAAD-Präsidenten, am 11. Dezember in der Bonner Redoute. Vor rund 200 geladenen Gästen sprachen zunächst Vertreter der drei Ministerien, die den DAAD hauptsächlich finanzieren: das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Größte Organisation für akademischen Austausch
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Präsident des Alumni-Vereins in Mosambik
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| © Michael Jordan |
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Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär des BMBF, ehrte Theodor Berchem als Pionier, der früh die Bedeutung des weltweiten Bildungsmarkts betonte und die internationale Mobilität stets im Blick hatte. „Wir sind gekommen, um ein Loblied zu singen, heute müssen Sie es ertragen“, sagte Meyer-Krahmer. Er wies darauf hin, dass sich der DAAD unter Berchem zur weltweit größten Organisation für akademischen Austausch entwickelt habe. Der Haushalt beträgt heute 263 Millionen Euro, 55.000 Geförderte gibt es jährlich und die Zahl der deutschen Mitgliedshochschulen des DAAD stieg von 100 auf 230.
Stellvertretend für inzwischen über eine Million Alumni bedankte sich der Präsident des Alumni-Vereins in Mosambik, António Armindo Rúben Monjane, für das Stipendium. Er betonte die wichtige Rolle der rund 500 Deutschland-Alumni in seinem Land. „Wir sind die Leistungsträger in Mosambik und bauen das Land auf. Daran hat Deutschland, genauer der DAAD, einen großen Anteil.“ António Monjane rief dem künftigen Ruheständler Berchem die Vorzüge seines Landes in Erinnerung, in dem er stets willkommen sei: „Mosambik hat einen langen Strand, das ganze Jahr über gutes Wetter – es ist ein perfektes Ziel, bitte denken Sie darüber nach.“
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Engagement stets langfristig angelegt
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Sehr persönlich verabschiedete sich Wolfgang Frühwald, noch bis Ende des Jahres Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, von seinem Amtskollegen. „Wir sind beide 72, kennen uns die Hälfte unseres Lebens und mir ist aufgefallen: Alles was Du anfängst, hast Du langfristig angelegt.“ Damit spielte Frühwald nicht nur auf die 20jährige DAAD-Präsidentschaft Berchems an, sondern auch auf seine 27-jährige Präsidentschaft der Universität Würzburg und nicht zuletzt auf seine Ehe, die seit 48 Jahren hält. Er habe ausgerechnet, dass Theodor Berchem als DAAD-Präsident mindestens 800.000 Kilometer zurückgelegt habe, zu den vielen Partnern, Stipendiaten und Alumni in aller Welt. „Dies ist die Strecke von der Erde zum Mond und zurück – im Auftrag des DAAD“, sagte Frühwald.
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DAAD-Stipendiaten bedanken sich musikalisch
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| © Michael Jordan |
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Hochkarätige musikalische Darbietungen unterbrachen die Grußworte und Reden. Der Rektor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, Rolf-Dieter Arens, begeisterte das Publikum am Flügel ebenso wie die gerade 20-jährige Chinesin Tianwa Yang auf der Violine. Die DAAD-Alumna begann ihre Karriere bereits mit zehn Jahren und gewann alle Kinder- und Jugendwettbewerbe Chinas. Berchem, selbst leidenschaftlicher Gitarrenspieler, erhielt zudem einen virtuosen Gruß auf „seinem“ Instrument von DAAD-Stipendiat Pablo Garibay Lopez aus Mexiko.
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DAAD-Generalsekretär Christian Bode dankte seinem Präsidenten für „26 Jahre direkte Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen, aus dem Freundschaft erwachsen ist“. Er überreichte Berchem zwei Geschenke: Eine umfangreiche Festschrift, in der 50 Autoren aus der ganzen Welt die Ära Berchem aus verschiedensten Blickwinkeln nachzeichnen, und eine Mappe mit Zeichnungen, Gemälden, Fotografien und Drucken. Bei den Kunstwerken handelt es sich um Unikate, die Professoren der Auswahlkommission Kunst, Stipendiaten und Alumni des Fachs Kunst für den DAAD-Präsidenten entwarfen.
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Der neue und der alte Präsident: Stefan Hormuth und Theodor Berchem
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| © Michael Jordan |
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Zum Schluss richtete sich der künftige DAAD-Präsident und Präsident der Universität Gießen, Stefan Hormuth, an seinen Vorgänger: „In den vergangenen Wochen habe ich erfahren, dass der DAAD nicht nur weltweit Anerkennung genießt, sondern bei vielen Freude auslöst. Das ist das Ergebnis Ihrer Arbeit. Ich freue mich darauf, das wohlbestellte Haus zu übernehmen.“
Theodor Berchem dankte allen Weggefährten und dem gesamten DAAD-Team, das die Erfolge erst ermöglicht habe, und verriet dem Publikum zum Abschluss seine Maxime: „Sei gelassen, verliere nie die Beherrschung, mach’ keine Sache aus etwas, das gar nichts ist und lass’ Verwicklungen ihren Lauf – letzteres stimmt allerdings nicht immer und es ist die große Kunst zu wissen, wann man eingreifen muss.“
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Autorin: Katja Spross |
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Veröffentlichungsdatum: 11.12.2007 |
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© DAAD |
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