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Nachhaltigkeit |
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Die Deutschen lieben Postkarten |
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In Deutschland zum Thema nachhaltige Entwicklung zu studieren oder zu forschen stößt im Ausland auf großes Interesse. Aber wie meistert man das Leben im fremden Land? DAAD-Stipendiaten des ersten Jahrgangs gaben den Neuankömmlingen ihre Erfahrungen weiter und erleichterten den Start.
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„Wenn ihr gute Beziehungen zu Deutschen aufbauen wollt, dann schreibt Postkarten. Sie lieben es. Auch jetzt, wo ihr gerade in Bonn seid: Schickt Postkarten aus Bonn an eure Kommilitonen und Professoren.“ Diesen Ratschlag gab Marcelo Precoppe den neuen Stipendiaten des DAAD-Fachprogramms „Studieren und Forschen für Nachhaltigkeit“. Marcelo Precoppe gehört zum ersten Jahrgang von jungen Akademikern, die an dem Programm teilnehmen. Der Brasilianer studiert seit einem Jahr an der Universität Hohenheim und strebt im Studiengang „Agricultural Sciences and Food Security in the Tropics and Subtropics“ einen Masterabschluss an.
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DAAD-Stipendiaten begrüßen ihre neuen Kommilitonen aus aller Welt in Bonn
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Verantwortung für folgende Generationen
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Das Programm „Studieren und Forschen für Nachhaltigkeit“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und gehört zur internationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Es setzt fachliche Schwerpunkte in Forst- und Landwirtschaft sowie Ernährung. „Mit den Forschungsschwerpunkten sind mehrere Ziele verknüpft. Es geht um die Verantwortung für folgende Generationen, internationale Allianzen, Kooperationen und Netzwerke“, erklärt Michael Weber, der im Auftrag des BMBF am Begrüßungstreffen in Bonn teilnahm. Beim Thema nachhaltiger Waldwirtschaft etwa könne Deutschland allein nichts ausrichten: „Länder wie Brasilien, Russland und Indien, die viel größere Waldflächen haben, müssen wir mit ins Boot holen.“
Der DAAD betreut die Stipendiaten dieses überregionalen Fachprogramms. Auf die aktuelle Ausschreibung „Biogene Ressourcen und Wertschöpfungsketten“ können sich Graduierte, Doktoranden und Postdocs aus Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und aus der Monogolei sowie Doktoranden und Postdocs aus Deutschland bewerben. Die Forschungskooperation ‚Yangtze-Region’ richtet sich an Bewerber ausgewählter Hochschulen in China und Deutschland. „Sie sollen in bereits bestehende bilaterale Forschungsvorhaben eingebunden werden“, erklärt Joachim Schneider, Leiter des für das Programm zuständigen DAAD-Referats.
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Guter Rat von alten Hasen
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Im November begrüßten der DAAD und erfahrene Stipendiaten die Neuen in Bonn. Zhenggang Zhu aus China schilderte seinen Eindruck: „Die Deutschen sind sehr freundlich, aber es ist nicht einfach, mit ihnen Freundschaften zu schließen – die halten dafür dann ewig.“ Zhu ist Diplom-Ingenieur und promiviert seit Oktober 2007 im Rahmen des Stipendiums „Biogene Ressourcen“ an der Technischen Universität Dresden. Vorher studierte er in Leipzig. „China hat ein großes Interesse am Thema Nachhaltigkeit“, erklärte er am Beispiel seines Heimatortes Shanghai: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind dort bereits zu spüren. Die Taifune haben zugenommen.“ Internationale Zusammenarbeit und der Wissenstransfer in Sachen Umweltschutz seien sehr wichtig. Nach der Promotion will er daher gerne am Institut in Dresden weiter forschen.
Den Aufbau eines Netzwerkes, bei dem sie sowohl ihre Sprachkenntnisse als auch Kontakte zur deutschen Wissenschaft und Wirtschaft nutzen will, plant Ivone Lucena Friederich für ihre Rückkehr nach Brasilien. Zurzeit promoviert sie am Institut für Agrarpolitik, Marktforschung und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bonn. Um Deutsche kennen zu lernen, besuchte die Brasilianerin einen Portugiesisch-Kurs der Volkshochschule und suchte einen Kommilitonen für ein „Sprach-Tandem“. „Auf diese Weise habe ich mehrere Freundschaften geschlossen und meine Deutschkenntnisse schnell verbessert“, erzählte Ivone Lucena Friederich den neuen Stipendiaten und empfahl ihnen, die kulturellen Angebote in Deutschland unbedingt zu nutzen.
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Autorin: Claudia Wallendorf |
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Veröffentlichungsdatum: 27.11.2007 |
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