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Fernsehbeitrag
''Das Kinderheim in der Auguststraße''
In den 20er Jahren lebten die Waisenkinder aus Osteuropa und Kinder armer Familien unbeschwert in dem jüdischen Kinderheim „Beit Ahawah“ (Haus der Liebe) in der Auguststraße in Berlin – dann kamen die Nationalsozialisten an die Macht.
Wie Beate Berger, „Schwester Oberin“ und Leiterin des Kinderheims, vorausschauend die Gefahr für ihre Schützlinge erkannte und durch eine Übersiedelung des Heims nach Haifa mehr als 100 Kindern das Leben rettete, beschreibt die israelische Stipendiatin des Berliner Künstlerpro-gramms Ayelet Bargur in ihrem Buch „Ahawah heißt Liebe“.

Der zum Buch erschienene Dokumentarfilm „The House on Auguststraße“ hatte dann beim diesjährigen Internationalen Filmfestival, das vom 27. September bis zum 4. Oktober in Haifa stattfand, seine Weltpremiere – und wurde sogleich mit dem Zweiten Preis/Dokumentarfilm ausgezeichnet. Damit wurde ein Werk gewürdigt, das in nur 63 Minuten mit Hilfe von Berichten der ehemaligen Heimkinder, Dokumenten, Briefen und Fotos ein Stück deutsch-jüdischer Geschichte aufzuarbeiten versucht. Geschichte, die mehr als ein halbes Jahrhundert danach, die über neunzigjährigen Zeitzeugen ebenso wie die Zuschauer bewegt.

Ayelet Bagur mit den ehemaligen Heimkindern Otto Weiß (l.) und David Marcus (r.).
Ayelet Bagur mit den ehemaligen Heimkindern Otto Weiß (l.) und David Marcus (r.).
© rbb/Stephan Maria Rother/Bargur
Premiere in Deutschland hatte der Dokumentarfilm vor kurzem, als die israelische Filmemacherin und Urgroßnichte Bergers das ausgezeichnete Werk auf dem 50. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm präsentierte.

Im Fernsehen zu sehen ist das beeindruckende Dokument deutscher Zeitgeschichte am 15. November um 22.35 Uhr im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sowie am 12. Dezember 2007 um 00:05 Uhr im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Am 18. Mai 2008 wird „Das Kinderheim in der Auguststraße“, so der deutsche Filmtitel, dann im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals in Berlin seine Kino-Premiere feiern.

Ayelet Bagur wurde 1969 in San Francisco geboren, lebt aber heute in Israel. Für ihre kritischen Dokumentar- und Spielfilme über das Leben in Israel wurde sie bereits mehrfach international ausgezeichnet.

Weitere Informationen
Veröffentlichungsdatum: 14.11.2007
Autorin: Neu
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