Wie Beate Berger, „Schwester Oberin“ und Leiterin des Kinderheims, vorausschauend die Gefahr für ihre Schützlinge erkannte und durch eine Übersiedelung des Heims nach Haifa mehr als 100 Kindern das Leben rettete, beschreibt die israelische Stipendiatin des Berliner Künstlerpro-gramms Ayelet Bargur in ihrem Buch „Ahawah heißt Liebe“.
Der zum Buch erschienene Dokumentarfilm „The House on Auguststraße“ hatte dann beim diesjährigen Internationalen Filmfestival, das vom 27. September bis zum 4. Oktober in Haifa stattfand, seine Weltpremiere – und wurde sogleich mit dem Zweiten Preis/Dokumentarfilm ausgezeichnet. Damit wurde ein Werk gewürdigt, das in nur 63 Minuten mit Hilfe von Berichten der ehemaligen Heimkinder, Dokumenten, Briefen und Fotos ein Stück deutsch-jüdischer Geschichte aufzuarbeiten versucht. Geschichte, die mehr als ein halbes Jahrhundert danach, die über neunzigjährigen Zeitzeugen ebenso wie die Zuschauer bewegt.




