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Schreibwettbewerb
Deutsch- Italienische Wahlverwandschaften
Der DAAD rief in Italien zum kreativen Schreibwettbewerb auf: 132 Studierende und Doktoranden setzten sich in ihren Texten mit Deutschland auseinander.
„Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!“ lautete die Botschaft des ersten Schreibwettbewerbs in Italien, den der DAAD für Studierende und Doktoranden ausrief und den gleichzeitig das Österreich Institut, die Schweizer Botschaft und das Goethe-Institut für Schüler organisierten. 132 Studierenden und Doktoranden – regional gleichmäßig auf Nord-, Mittel- und Süditalien verteilt – folgten dem Aufruf und sandten ihre Texte ein, darunter Erzählungen, Kurzgeschichten, Tagebucheintragungen und Gedichte.

Die Texte regen zum Nachdenken über das andere Land an
Die Texte regen zum Nachdenken über das andere Land an
© Luca Barbati
Sie schrieben zum Thema „Deutsch-Italienische Wahlverwandtschaften“, denn auch im heutigen Europa spielen bilaterale Beziehungen zwischen einzelnen Ländern eine große Rolle. Vor allem menschliche Begegnungen seien der Schlüssel für ein gemeinschaftliches Miteinander, das Missverständnisse und Vorurteile aus dem Weg räumten, betonten die Ausschreiber. Sie fragten: „Was charakterisiert die gegenseitige Wahrnehmung heute? Welche Themen sind aus Eurer Sicht geeignet, um das Verhältnis zwischen den Ländern abzubilden?“

Auseinandersetzung anregen
„Ziel des Schreibwettbewerbs ist es, Studierende und Doktoranden auf die deutschsprachigen Länder – in diesem Fall Deutschland – aufmerksam zu machen und sie zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit dem anderen Land anzuregen“, sagt Ulrike Stepp, Leiterin des DAAD-Informationszentrums in Rom. Gerade deshalb war die Teilnahme nicht auf Germanisten beschränkt und die Texte konnten auf Deutsch oder Italienisch verfasst werden.

Den mit 1.000 Euro und zwei Flugtickets nach Wien dotierten ersten Preis erhielt der Geschichtsstudent an der Universität Genua Lorenzo Monfregola mit einer Erzählung über seine beiden Großväter – der eine Deutscher, der andere Italiener. Den zweiten Preis – 800 Euro – teilten sich die Germanistikstudentin an der Universität Roma II Cora Melone mit einem Gedicht und Francesca Bravi, Doktorandin an der Universität Urbino, mit einer lyrischen Erzählung.

Die Institutionen planen einen ähnlichen Wettbewerb für das kommende Jahr, dann aber auf eine Textsorte begrenzt und zu einem enger gefassten Thema.

Autorin: Katja Spross
Veröffentlichungsdatum: 15.10.2007
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