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Alumni
Folgenreiche Forschung
Seit zehn Jahren bildet das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) in Bonn künftige Führungskräfte in der Entwicklungsforschung aus. Viele ZEF-Doktoranden sind DAAD-Stipendiaten.
DAAD-Alumni betonen neben dem fachlichen Gewinn den persönlichen Mehrwert der Ausbildung in Deutschland
DAAD-Alumni betonen neben dem fachlichen Gewinn den persönlichen Mehrwert der Ausbildung in Deutschland
© Christoph Papsch
„Meine Forschung richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen. Das motiviert mich, denn ich kann mit meiner Arbeit etwas bewirken“, sagt Ayodele Ajayi. Der Agraringenieur aus Nigeria wurde im Jahr 2000 an der Universität Bonn promoviert und hebt die Langzeitfolgen seines ZEF-Aufenthalts hervor: „Ich hatte die Chance, gemeinsam mit den besten Forschern aus verschiedenen Fächern und Ländern zu arbeiten. Das hat meinen Horizont erweitert und meiner Arbeit neue Perspektiven gegeben.“

Ayodele Ajayi aus Nigeria ist Agraringenieur
Ayodele Ajayi aus Nigeria ist Agraringenieur
© Christoph Papsch
Diese Einschätzung teilen auch die anderen Alumni, die im Oktober zum zehnjährigen Bestehen des ZEF nach Bonn kamen. Sie alle promovierten in der „Bonn International Graduate School for Development Research“ (BIGS-DR) und sind vom Konzept überzeugt. „Die Kombination aus interdisziplinären Ansätzen, Diskussionen mit Kommilitonen aus anderen Ländern und praktischer Feldforschung ist einzigartig“ fasst Khalid Yousif Khalafalla zusammen. Er gehört zu den 167 Kandidaten, die bisher ihre Dissertation im ZEF-Programm abgeschlossen haben, 140 sind zurzeit eingeschrieben. Der Politologe aus dem Sudan arbeitet heute in der Islamic Development Bank in Saudi-Arabien und erstellt für die Vergabe von Krediten Gutachten zur politischen Lage und Entwicklung des jeweiligen Landes. Er erhielt genauso wie Ayodele Ajayi ein DAAD-Stipendium für seinen insgesamt dreijährigen Deutschland-Aufenthalt.

Khalid Y. Khalafalla aus dem Sudan
Khalid Y. Khalafalla aus dem Sudan
© Christoph Papsch
Millenniumsziele verwirklichen
Solche Kandidaten passen zur DAAD-Förderphilosophie: Die Ausbildung von Fach- und Führungskräften in der Entwicklungszusammenarbeit ist ein entscheidender Baustein zur Erreichung der Millenniumsziele. Deshalb bietet der DAAD den Hochschulen in Deutschland und den Partnerländern eine breite Palette an Förderprogrammen, die der Armutsbekämpfung, der Friedenssicherung und der gerechteren Gestaltung der Globalisierung dienen.

Neben dem fachlichen Gewinn betonen die Alumni in Bonn immer wieder den persönlichen Mehrwert. Khalid Yousif Khalafalla: „In Deutschland habe ich Zeit- und Stressmanagement gelernt. Die Deutschen sind sehr aktiv. Dadurch habe ich erfahren, wie man erfolgreich Forschungsanträge stellt und selbstständig arbeitet.“

Experten-Netzwerke
Dem DAAD ist es wichtig, solche Führungskräfte nicht aus den Augen zu verlieren. Deshalb gibt es Geld für Wiedereinladungen nach Deutschland oder für die Anschaffung von notwendigem Gerät für die aktuelle Forschung. Interdisziplinäre Sommerschulen in den afrikanischen, arabischen oder asiatischen Partnerländern werden genauso unterstützt wie Expertennetzwerke, in denen sich ausgewiesene Fachleute aus mehreren Ländern unter einem Thema zusammenfinden.

Die Alumni in Bonn haben dazu eigene Ideen. „Wir verdanken dem DAAD und dem ZEF sehr viel, jetzt ist es an der Zeit, etwas zurück zu geben“, sagte der Indonesier Arief Sabdo Yuwono. Der Agraringenieur denkt mit seinen ehemaligen Kommilitonen darüber nach, weitere Stipendiaten mit eigenem Geld zu unterstützen, damit die nächste Generation von exzellenten Führungskräften am ZEF ausgebildet werden kann.

Weitere Informationen
Autorin: Isabell Lisberg-Haag
Veröffentlichungsdatum: 17.10.2007
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